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Massenpanik: Hintergrund und Chronologie

Tote bei Massenveranstaltungen

26.07.2010, 20:55 Uhr | dapd, dpa

 Massenpanik: Hintergrund und Chronologie. In Duisburg ist bei der Loveparade eine Massenpanik ausgebrochen (Foto: dpa)

In Duisburg ist bei der Loveparade eine Massenpanik ausgebrochen (Foto: dpa)

Eine Massenpanik am Rande der Loveparade in Duisburg hat am Samstag 19 Menschen das Leben gekostet, eine weitere Person starb zwei Tage später im Krankenhaus. Derart tragische Vorkommnisse sind bei Veranstaltungen in Europa relativ selten. Einer der schlimmsten Fälle der vergangenen zehn Jahre war eine Massenpanik bei einem Rockfestival in der dänischen Stadt Roskilde, die im Jahr 2000 neun Menschen das Leben kostete. Einige Fälle:

März 2010: Bei einer Massenpanik in einem nordindischen Tempel werden mindestens 63 Menschen zu Tode getrampelt. Die meisten der Opfer sind Frauen und Kinder.

Februar 2010: Im malischen Timbuktu finden 26 Menschen den Tod, als eine große Menschenmenge durch die Straßen zieht, um den Geburtstag des Propheten Mohammed zu feiern. Panik bricht aus, als Gerüchte die Runde machen, dass Rebellen die Stadt angreifen.

Oktober 2008: Mindestens 19 Jugendliche kommen in einer Diskothek in Tansania ums Leben. Es waren etwa 400 Kinder und Jugendliche in dem Lokal, das nur für halb so viele Gäste zugelassen ist.

Februar 2008: Bei einem Rockkonzert in Indonesiens Hauptstadt Jakarta werden mindestens zehn Menschen zu Tode getrampelt.

Oktober 2001: Als eine 7000-köpfige Menschenmenge in eine mit 25 000 Besuchern bereits überfüllte Stierkampfarena in Venezuela drängt, kommt es zur Panik. Unter den 14 Toten sind 10 Kinder, 57 Menschen werden verletzt.

Mai 2001: Bei einem Fußballspiel in Ghana werfen verärgerte Fans Plastiksitze auf das Spielfeld. Als die Polizei Tränengasgranaten abfeuert, kommt es zur Katastrophe: 126 flüchtende Besucher werden totgetrampelt. Die Tore des Stadions, in dem sich 70 000 Menschen aufhielten, waren verschlossen.

April 2001: In einem überfüllten Stadion in Johannesburg (Südafrika) kommt es bei einem Fußballspiel zu einer Panik mit 43 Toten und 158 Verletzten.

Juni 2000: Bei einem Konzert der Band Pearl Jam auf dem dänischen Roskilde-Festival sterben neun Menschen. Die Fans wurden vor der Bühne durch die von hinten drückende Menge zu Fall gebracht. Sie erstickten oder wurden zu Tode getrampelt.

Dezember 1999: Unter den 40 000 Besuchern einer Snowboard-Show im Innsbrucker «Bergisel»-Stadion bricht Panik aus. Fünf junge Frauen werden zu Tode getrampelt.

Mai 1985: Im Brüsseler Heysel-Stadion kommt es vor dem Europacup- Endspiel zwischen FC Liverpool und Juventus Turin zu schweren Ausschreitungen. Betrunkene Briten greifen italienische Fans an. Als diese fliehen wollen, bricht eine Betonmauer zusammen und begräbt viele Zuschauer. 39 Menschen sterben, 400 werden verletzt.

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