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Loveparade in Duisburg: 20 Tote nach Massenpanik

Augenzeuge: Haben Polizei noch vor Panik gewarnt

26.07.2010, 20:54 Uhr | dapd, dpa

Loveparade in Duisburg: 20 Tote nach Massenpanik. Bei der Loveparade sind 20 Menschen bei einer Massenpanik getötet worden (Foto: dpa)

Bei der Loveparade sind 20 Menschen bei einer Massenpanik getötet worden (Foto: dpa)

Mehr als eine halbe Stunde vor der Massenpanik in einem Tunnel vor dem Loveparade-Gelände haben Augenzeugen die Polizei vor der Gefahr gewarnt. "Wir standen mittendrin. Es hatten immer mehr Menschen noch versucht, zum Gelände zu kommen", sagte der 21-jährige Raver Fabio. "Wir waren schon durch den Tunnel durch und standen auf dem kurzen Stück vor dem Eingang. Dort ging es aber nicht weiter." Einige seien über Zäune und eine Leiter geklettert.

"Wir sind danach durch den Tunnel zurück. "Meine Freundin und ich haben schon kaum mehr Luft mehr bekommen und haben die Ellbogen ausgefahren, um noch wegzukommen. Anschließend haben wir die Polizei alarmiert und gesagt, dass es im Tunnel gleich zur Massenpanik kommen wird." Passiert sei aber erst einmal nichts. "Das war etwa eine Dreiviertelstunde vor dem Unglück gewesen. Da waren aber schon Leute reihenweise zusammengeklappt."

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Einige nur knapp dem Tod entronnen

Bei der Massenpanik sind einige Menschen nur knapp dem Tod entronnen. Ein Augenzeuge berichtete dem TV-Sender n-tv, er sei, obwohl das Gelände schon voll gewesen sei, noch hineingekommen. Dann sei er selbst in den Tunnel geraten, der sich für viele als tödliche Falle erwiesen habe. "Da lagen schon einige Menschen am Boden, andere kletterten die Wände hoch und versuchten, über die Seiten in das Gelände hinein zu kommen. Und die Menschenmenge, die nachrückte, die liefen einfach über die am Boden liegenden drüber. Also eine richtige Massenpanik."

Reporterin: Polizisten teilweise überfordert

Weiter berichtete der Augenzeuge: "Die Polizei hat versucht, hinein zu gehen in die Menge und die am Boden liegenden Menschen herauszuziehen. Es war aber zu voll, die Polizei hat die Menschen nicht herausbekommen, es war nichts zu machen." Auch seien zunächst keine Rettungskräfte vor Ort gewesen. Der Augenzeuge sagte: "Hilfskräfte waren erstmal gar nicht vorhanden, vielleicht drei, vier vom Malteser Hilfsdienst. Die konnten aber in der Masse der Menschen auch nichts machen." Petra Vennebusch, die als Videoreporterin vor Ort war, sagte im WDR, die Leute seien aggressiv geworden und hätten versucht, sich Zugang zum Loveparade-Gelände zu verschaffen. "Da war Ärger im Spiel", sagte Vennebusch. "Viel Alkohol, viel Drogen." Die Polizisten seien teilweise überfordert gewesen.

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