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Ägypten: Tote bei Gewalt zwischen Muslimen und Christen

Tote bei Gewalt zwischen Muslimen und Christen in Ägypten

05.03.2011, 15:02 Uhr | AFP

Bei Zusammenstößen zwischen Muslimen und Christen in Ägypten sind mindestens zwei Menschen getötet worden. In einem südlichen Vorort der Hauptstadt Kairo hätten Muslime zudem eine Kirche in Brand gesteckt, sagte ein Sicherheitsvertreter der staatlichen Nachrichtenagentur Mena. Demnach handelte es sich um einen Kampf zwischen zwei Familien.

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Nach Angaben von Mena hatte in dem Dorf Sol ein christlicher Mann eine Liebesbeziehung mit einer muslimischen Frau, die von den Familien beider Seiten abgelehnt wurde. Als am Freitag der Streit zwischen den Familien eskalierte, seien die Väter des Paares getötet worden. Nach der Beisetzung des Vaters der Frau am Samstag habe eine Gruppe von Muslimen die Kirche des Dorfes in der Provinz Helwan angezündet. Wie Mena weiter berichtet, gelang es der Armee, das Feuer rasch zu löschen und die Ruhe wieder herzustellen.

Hochzeit nur nach Bekehrung zum Islam möglich

Liebesbeziehungen zwischen Christen und Muslimen sind in Ägypten ein Tabu, und eine Hochzeit ist nur dann möglich, wenn der christliche Teil des Paars zum Islam übertritt.

Die Kopten sind die größte christliche Glaubensgemeinschaft im Nahen Osten und machen bis zu zehn Prozent der 80 Millionen Einwohner Ägyptens aus. Sie sehen sich im Alltag Diskriminierungen und Benachteiligungen durch Muslime ausgesetzt.

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