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NATO versenkt acht libysche Kriegsschiffe

NATO versenkt acht libysche Kriegsschiffe

20.05.2011, 14:17 Uhr | dapd, AFP

NATO versenkt acht libysche Kriegsschiffe. Die NATO hat bei Luftangriffen acht libysche Kriegsschiffe versenkt: Wie diese Fregatte im Hafen von Tripolis (Foto: AP) (Quelle: AP/dpa)

Die NATO hat bei Luftangriffen acht libysche Kriegsschiffe versenkt: Wie diese Fregatte im Hafen von Tripolis (Foto: AP) (Quelle: AP/dpa)

Die NATO hat bei Luftangriffen in der Nacht zum Freitag nach eigenen Angaben acht Kriegsschiffe von Libyens Machthaber Muammar al-Gaddafi zerstört. Die Angriffe hätten sich gegen die Häfen von Tripolis, Al-Chums und Sirte gerichtet. Angesichts der zunehmenden Aktivitäten der libyschen Marine habe das Militärbündnis keine andere Wahl gehabt, als "entscheidende Aktionen" zum Schutz der Zivilbevölkerung und der NATO-Kräfte zu Meer zu unternehmen, erklärte NATO-Admiral Russ Harding.

Alle Ziele der NATO seien militärischer Art und stünden in direktem Zusammenhang mit den "systematischen Angriffen des Gaddafi-Regimes gegen das libysche Volk". Alle attackierten Schiffe seien Kriegsschiffe gewesen.

Die NATO erklärte weiter, die libysche Marine habe in den vergangenen Wochen zahlreiche Minen ausgelegt und zunehmend Gewalt angewandt. Dies habe die Lieferungen humanitärer Hilfe für die Bevölkerung sowie die eigenen Truppen gefährdet.

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Rebellen liefern sich noch immer heftige Gefechte

NATO-Kampfflugzeuge hatten am späten Donnerstagabend damit begonnen, Angriffe auf Ziele in Tripolis zu fliegen. Auch in den frühen Morgenstunden vom Freitag waren Explosionen zu hören. Tripolis ist seit Wochen beinahe täglich das Ziel von Luftangriffen des Bündnisses. Die Lufteinsätze hatten am 19. März begonnen, seit Ende März stehen sie unter dem Kommando der NATO.

Ziel eines weiteren Angriffs am Morgen war laut libyschen Angaben eine Polizeiakademie in Tajoura. Rebellen und Regierungstruppen lieferten sich heftige Gefechte um die Kontrolle zweier Schnellstraßen in den Nafusa-Bergen südlich der Hauptstadt. Diese werden insbesondere von den Rebellen als Versorgungsrouten genutzt.

Gaddafi-Gesandter bietet Rückzug an

Indes bot ein Gesandter Gaddafis nach einem Treffen mit einer russischen Delegation am Dienstag an, die libyschen Streitkräfte von den Städten abzuziehen, sollten die Rebellen dies auch tun. "Wir sind sogar bereit, soweit zu gehen, alle Truppen von libyschen Städten und urbanen Zentren abzuziehen", erklärte er. "Das ist ein neues Angebot." Als Teil eines Friedensabkommens müsse die NATO ihre Luftangriffe im Gegenzug auch einstellen. Die Rebellen haben frühere Offerten der Regierung mit der Begründung abgelehnt, Machthaber Gaddafi nicht zu trauen.

In seiner mit Spannung erwarteten Rede zu den Protestbewegungen in der arabischen Welt sagte Obama, die Zeit arbeite gegen Gaddafi. "Er hat keine Kontrolle über sein Land. Die Opposition hat einen legitimen und glaubwürdigen Übergangsrat gebildet." Jahrzehnte der Provokation würden enden und ein Übergang zur Demokratie werde folgen, wenn Gaddafi gehe oder aus dem Amt gedrängt werde. Dass dies geschehen werde sei "unausweichlich". Ein Vertreter des Übergangsrates der libyschen Rebellen begrüßte Obamas Äußerungen.

Die NATO fing unterdessen einen Frachter ab, der möglicherweise Treibstoff für Gaddafis Truppen liefern sollte. Es gebe Grund zu der Annahme, dass der Treibstoff an Bord des unter der Flagge Maltas fahrenden Frachters zu militärischen Zwecken hätte eingesetzt werden sollen und damit eine Bedrohung für die Zivilbevölkerung darstelle, sagte ein NATO-Verantwortlicher. Der Frachter sei untersucht worden und liege nun vor Anker, die Besatzung warte auf Anweisungen vom Schiffseigner.

Südafrikanischer Fotograf in libyscher Wüste erschossen

Unterdessen wurde bekannt, dass der seit Wochen in Libyen vermisste südafrikanische Fotograf Anton Hammerl nach Angaben seiner Familie bereits vor sechs Wochen von Gaddafi-Truppen erschossen wurde. "Anton wurde von Gaddafis Truppen an einem äußerst abgelegenen Ort in der libyschen Wüste erschossen", teilte die Familie im Online-Netzwerk Facebook mit.

Erst vor einem Monat waren der britische Kriegsfotograf Tim Hetherington und sein US-Kollege Chris Hondros, zwei erfahrene und preisgekrönte Kriegsberichterstatter, bei einem Mörserangriff von Gaddafis Truppen in der umkämpften Hafenstadt Misrata getötet worden.

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