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Kämpfe in Syrien: "Es ist kein Krieg, es ist ein Massaker"

"Es ist kein Krieg, es ist ein Massaker"

03.03.2012, 14:13 Uhr | dpa, dapd, AFP

Kämpfe in Syrien: "Es ist kein Krieg, es ist ein Massaker" . Tausende Syrer haben ihren Protest gegen das Regime mit dem Leben bezahlt

Tausende Syrer haben ihren Protest gegen das Regime mit dem Leben bezahlt

Das Blutvergießen in Syrien nimmt kein Ende: Aus den Protesthochburgen Homs, Idlib und Hama wurden erneut Hinrichtungen sowie heftige Gefechte zwischen Regierungstruppen und Deserteuren gemeldet. Das oppositionelle syrische Netzwerk für Menschenrechte berichtete, dass 44 fahnenflüchtige Soldaten in der Provinz Idlib hingerichtet worden seien. "Es ist kein Krieg. Es ist ein Massaker, ein wahlloses Massaker an Männern, Frauen und Kindern", berichtete der britische Journalist Paul Conroy.

Aus der Protesthochburg Homs meldeten Aktivisten ebenfalls Hinrichtungen. In dem Stadtteil Baba Amr werde die Bevölkerung weiterhin terrorisiert, sagte der Oppositionelle Abu Imad im Libanon. Aus dem Grund werde auch das Rote Kreuz nicht in das Gebiet gelassen, betonte er. Die syrischen Behörden hatten dem Roten Kreuz und dem Roten Halbmond auch am Freitag den Zugang zu notleidenden Menschen in dem Viertel versagt.

Menschen warten auf den Tod

Conroy hatte im Fernsehsender Sky News die Situation im Stadtteil Baba Amr geschildert. So lebten noch immer Tausende Menschen in der Stadt "in ausgebombten Ruinen, die Räume voll mit Menschen, die auf den Tod warten", berichtete der Brite. Die Menschen hätten weder Strom noch Wasser, noch gebe es ausreichend zu essen. "Es schneit dort und diese Menschen können kein Feuer machen."

Conroy war kürzlich bei einem Angriff syrischer Regierungstruppen auf Homs verletzt und daraufhin außer Landes geschmuggelt worden.

Rebellen benötigen schwere Waffen

Der bewaffnete Arm der Widerstandsbewegung gegen Präsident Baschar al-Assad muss sich derweil nach dem Rückzug aus dem wochenlang schwer umkämpften Stadtviertel Baba Amr neu organisieren. Die Truppe, die überwiegend aus Deserteuren der syrischen Armee besteht, zählt nach eigenen Angaben mittlerweile zwischen 20.000 und 40.000 Kämpfer. Doch im Vergleich zur regulären Armee sind die Rebellen schlecht organisiert und benötigen dringend Waffen.

Den Aufständischen stehen zwischen 140.000 und 160.000 gut ausgebildete und ausgerüstete Soldaten der Armee gegenüber, die für ihre Loyalität gegenüber Staatschef Assad bekannt sind. Schwere Artillerie, Panzer und Helikopter stehen ihnen zur Unterdrückung des Aufstandes zur Verfügung.

Den Rebellen fehlen schwere Waffen, um die Panzer der Armee aufzuhalten. Sie hoffen daher auf Waffenlieferungen aus dem Ausland. Zahlreiche Länder, darunter Katar und Kuwait, erklärten bereits ihre Bereitschaft, sie mit Waffen zu versorgen. Der oppositionelle Syrische Nationalrat kündigte an, die Ausrüstung der Aufständischen über ein vermutlich in der Türkei angesiedeltes militärisches Büro zu koordinieren. ´

Kämpfe, Anschläge, Verhaftungen

Unterdessen sind bei einem Selbstmordanschlag in der Provinz Daraa mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen. Eine Autobombe sei nahe der jordanischen Grenze explodiert, meldete die Nachrichtenagentur Sana.

In der Provinz Hama, ebenfalls eine Hochburg der Opposition, wurden nach Angaben von Aktivisten mehrere Dörfer von Truppen des Regimes von Präsident Baschar al-Assad gestürmt. Dabei seien mehr als 50 Menschen verhaftet worden.

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