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Al-Arabija: Syrischer Pilot landet nach Kampfeinsatz in der Türkei

Berichte: Syrischer Pilot flieht mit Hubschrauber in die Türkei

24.03.2012, 17:49 Uhr | AFP, dapd, dpa

Al-Arabija: Syrischer Pilot landet nach Kampfeinsatz in der Türkei. Rauchschwaden steigen über der Stadt Homs auf. Immer noch wird hier heftig gekämpft (Quelle: Reuters)

Rauchschwaden steigen über der Stadt Homs auf. Immer noch wird hier heftig gekämpft (Quelle: Reuters)

Ein Pilot der syrischen Streitkräfte soll sich während eines Kampfeinsatzes mit seinem Hubschrauber in die Türkei abgesetzt haben. Das berichtete der Nachrichtensender Al-Arabija unter Berufung auf ein Mitglied des oppositionellen Syrischen Nationalrates (SNC). Seinen Angaben zufolge hatte der Pilot den Auftrag erhalten, Zivilisten in der Ortschaft Asas nördlich von Aleppo anzugreifen.

Doch anstatt den Befehl auszuführen, habe er den Stützpunkt der Militärsicherheit in Asas attackiert. Anschließend sei der Pilot sicher in der Türkei gelandet. Die staatliche syrische Nachrichtenagentur Sana dementierte den Bericht. Auch die sogenannten Revolutionskomitees und türkische Medien konnten den Zwischenfall nicht bestätigen. Unklar blieb auch, wie viele Soldaten sich in dem Hubschrauber befunden haben sollen.

Gegner des Regimes von Präsident Baschar al-Assad hatten in den vergangenen Tagen mehrfach über Angriffe auf Asas berichtet und auch Videos veröffentlicht, die angeblich nächtliche Luftangriffe auf den Ort zeigen. Asas liegt nur wenige Kilometer von der türkischen Grenze entfernt.

Die Türkei beherbergt etliche Deserteure, die sich zur sogenannten Freien Syrischen Armee zusammengeschlossen haben. Zusätzlich belastet wird das Verhältnis zwischen Ankara und Damaskus durch glaubwürdige Berichte, wonach das syrische Regime Verbündete der in der Türkei verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK benutzt, um kurdische Revolutionäre in Syrien zu terrorisieren.

Wieder blutige Kämpfe in Homs

Am Samstag soll die syrische Armee erneut mehrere Viertel der Protesthochburg Homs mit Granaten beschossen haben. Landesweit seien bis zum Nachmittag 20 Todesopfer gezählt worden, berichteten Aktivisten. Die meisten Toten habe es in Homs gegeben.

In dem Viertel Karam al-Loos habe man fünf Angehörige einer Familie gefunden, die von den Truppen des Regimes gefoltert und getötet worden seien. Die Eltern und ihre drei Kinder seien bereits am 12. März getötet worden. Das Massaker sei jedoch wegen der unterbrochenen Telefonverbindungen jetzt erst bekannt geworden. Den Bericht begleiteten grausige Fotos entstellter Leichen. Sana meldete, am Samstag seien 18 Angehörige der Sicherheitskräfte und der Armee von Terroristen getötet worden. Aufgrund der Medienblockade der Regierung sind derartige Berichte oft nicht zu überprüfen

Regierungstruppen stürmen Sarakeb

Zudem sollen syrische Regierungstruppen unterstützt von Panzern die Ortschaft Sarakeb im Norden des Landes gestürmt haben. Das Syrische Observatorium für Menschenrechte und die Örtlichen Koordinationskomitees erklärten, die Soldaten seien von Norden in den Ort eingerückt und stießen weiter vor. Sarakeb sei unter Beschuss genommen worden. Dabei wurde nach Angaben des Observatoriums mindestens eine Zivilperson getötet.

Weitere Nachrichten und Links

Beide Gruppen erklärten, die Soldaten würden von regierungsnahen Milizionären, den sogenannten Schabiha, begleitet. Die Truppen durchsuchten Häuser und nahmen Menschen fest. Sarakeb in der Provinz Idlib steht seit Monaten unter Kontrolle von Deserteuren.

Seit Beginn des Aufstandes gegen Präsident Baschar Assad im März 2011 wurden nach UN-Schätzungen bereits mehr als 8000 Menschen getötet.

Russland bekräftigt Unterstützung für Verhandlungslösungen

Unterdessen hat Russland vor den Gesprächen mit dem UN-Sondergesandten Kofi Annan noch einmal auf eine Verhandlungslösung in Syrien gedrungen. Der außenpolitische Berater von Präsident Dmitri Medwedew, Sergej Prichodko, erklärte, Russland wolle ein rasches Ende der Gewalt in Syrien erreichen. Außerdem müssten sich Opposition und Regierung an einen Tisch setzen und sich um eine friedliche Lösung der Krise bemühen.

Nach den geplanten Gesprächen in Moskau am Sonntag will Annan auch in China um Unterstützung für eine Beilegung des Syrien-Konflikts werben. Das chinesische Außenministerium teilte mit, Annan werde am kommenden Dienstag und Mittwoch zu Gesprächen erwartet. China messe den Vermittlungsbemühungen des ehemaligen UN-Generalsekretärs Bedeutung bei, sagte Außenministeriumssprecher Hong Lei. Allerdings machte er keine Angaben, wer von chinesischer Seite Gespräche mit Annan führen wird.

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