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Ägypten: Mursis Anhänger demonstrieren ihre Macht

Mursis Anhänger demonstrieren ihre Macht

01.12.2012, 15:42 Uhr | dapd

Ägypten: Mursis Anhänger demonstrieren ihre Macht . Anhänger des ägyptischen Präsidenten Mursi demonstrieren in Kairo (Quelle: dpa)

Seit Tagen stehen sich Anhänger und Gegner des ägyptischen Präsidenten Mursi und dessen Verfassungsentwurfs unversöhnlich gegenüber (Quelle: dpa)

Die Masse ist dem Aufruf der Muslimbruderschaft gefolgt und auf die Straßen Ägyptens gegangen, um sich hinter Präsident Mohammed Mursi und das islamische Recht zu stellen.

Die Demonstration galt als Test der Stärke für die Islamisten, die mit den Kundgebungen auf zwei Großdemos der Opposition in dieser Woche reagierten. In Kairo kamen mehr als 10.000 Menschen vor der Universität zusammen, schwenkten ägyptische Flaggen und reckten Fotos von Mursi in die Höhe.

"Die Menschen unterstützen die Entscheidung des Präsidenten", riefen die Demonstranten. Sie bezogen sich damit auf die Dekrete, mit denen sich Mursi vergangene Woche fast unbegrenzte Macht verlieh. Auf vielen Schildern der Demonstranten stand "Ja zum islamischen Recht" geschrieben.

Protest auf dem Tahrir-Platz abgesagt

Die Muslimbruderschaft wollte die Kundgebungen ursprünglich auf dem Tahrir-Platz in Kairo veranstalten. Sie gingen im letzten Moment einer Konfrontation mit Anhängern der Opposition aus dem Weg. Eine weitere Demonstration in der Stadt Luxor wurde nach Zusammenstößen in den vergangenen Tagen abgesagt.

Einen Tag zuvor hatten Zehntausende Menschen gegen den von Islamisten im Eiltempo durchgepeitschten Verfassungsentwurf von Präsident Mursi protestiert. Die Opposition kündigte weitere Proteste an und plant auch einen Marsch auf den Präsidentenpalast. Damit soll ein landesweites Referendum über die neue Verfassung verhindert werden. Denn Mursi wird womöglich schon Mitte Dezember über eine Auflösung der verfassunggebenden Versammlung durch das Verfassungsgericht abstimmen lassen.

Während der Verfassungsentwurf von Islamisten in den vergangenen Tagen verabschiedet wurde, hatten liberale, säkulare und christliche Vertreter aus Protest gegen die islamistische Ausrichtung des Dokuments die Versammlung verlassen.

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