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NSU hatte mehr Unterstützer als bisher angenommen

NSU hatte mehr Unterstützer als bisher angenommen

21.04.2013, 16:55 Uhr | dpa

. Hatte Zschäpe tatkräftige Fluchthilfe nach dem Brandanschag im November 2011? (Quelle: dpa)

Im NSU-Prozess gelten strenge Sicherungsmaßnahmen gegen Beate Zschäpe (Quelle: dpa)

Bei ihrer Flucht aus Zwickau am 4. November 2011 hatte die mutmaßliche Neonazi-Terroristin Beate Zschäpe nach einem "Focus"-Bericht eine Helferin.

Der Verdacht gegen die frühere Zschäpe-Vertraute Susann E. habe sich erhärtet, schreibt das Magazin unter Berufung auf die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe. Die 31-Jährige soll Zschäpe kurz nach der Explosion im Haus der Terrorzelle "Nationalsozialistischer Untergrund" (NSU) mit frischen Kleidern versorgt haben.

Strafvereitelung

Die Bundesanwaltschaft ermittelt gegen die mutmaßliche Fluchthelferin laut "Focus" nun auch wegen des Verdachts der Strafvereitelung. Bisher hatte man ihr lediglich Unterstützung einer terroristischen Vereinigung vorgeworfen.

Zusammen mit ihrem ebenfalls beschuldigten Ehemann André E. soll die 31-Jährige dem NSU-Trio jahrelang geholfen haben, wie das Magazin berichtet. Auch an der Produktion des makaberen Bekenner-Videos aus dem Jahre 2007 könnte das Ehepaar mitgewirkt haben, so die Tageszeitung "Express".

Eine Sprecherin der Bundesanwaltschaft wollte sich zu Einzelheiten am Sonntag unter Verweis auf laufende Ermittlungen nicht äußern. Sie bestätigte aber, dass bei einer von neun beschuldigten Personen Ermittlungen auch auf den Verdacht der Strafvereitelung ausgeweitet wurden. Neben Zschäpe müssen sich ab 6. Mai vier Angeklagte vor dem Oberlandesgericht München wegen der NSU-Mordserie verantworten.

Hauptbeweisstück: eine braune Jacke

Die Ermittler in Karlsruhe gehen davon aus, dass Zschäpe das Feuer gelegt hat und ihre mit einem Brandbeschleuniger verschmutzten Kleider wechselte. Wer ihr dabei half, stand lange Zeit nicht fest. Augenzeugen berichteten, dass Zschäpe bei der Flucht aus dem brennenden Haus einen roten Mantel trug, der bis heute nicht gefunden wurde.

"Es liegt nahe, dass Frau E. ihre Jacke damals an Zschäpe weitergegeben hat", sagte ein Ermittler dem "Focus". Außerdem seien vielfach DNA-Spuren von Susann E. an den Schuhen gefunden worden, die Zschäpe bei ihrer Flucht trug.

Eine zentrale Rolle bei den Ermittlungen spielt nach Informationen des "Focus" eine braune Jacke, die Zschäpe bei ihrer Festnahme am 8. November 2011 trug. Der Bundesanwaltschaft liegen laut Magazin gesicherte Informationen vor, wonach Susann E. eine solche Allwetter-Jacke besaß. Die Frau habe sich zu den Vorwürfen bislang nicht geäußert.

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