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Edward Snowden: Weitere Infos könnten USA erheblichen Schaden zufügen

Edward Snowden hat noch "eine enorme Menge Dokumente"

15.07.2013, 09:39 Uhr | rtr, AFP

Edward Snowden: Weitere Infos könnten USA erheblichen Schaden zufügen. Ex-Geheimdienstmitarbeiter Edward Snowden (Quelle: picture alliance / ZUMAPRESS.com )

Die USA kämpfen dagegen, dass Russland Edward Snowden Asyl gewährt (Quelle: picture alliance / ZUMAPRESS.com )

Noch immer hält sich der Ex-Geheimdienstmitarbeiter Edward Snowden im Transitbereich des Moskauer Flughafens auf. Die USA wollen ihn unbedingt vor Gericht stellen. Wohl auch, weil sie weitere Enthüllungen durch den Whistleblower fürchten müssen.

Der US-Computerexperte Snowden hat laut einem ihm nahestehenden Journalisten weitere Informationen, deren Veröffentlichung enormen Schaden für die USA anrichten würde.

"Mehr Schaden als irgendjemand in der US-Geschichte"

"Snowden hat ausreichend Informationen, um in einer Minute mehr Schaden anzurichten, als irgendjemand es in der Geschichte der USA getan hat", sagte der US-Journalist Glenn Greenwald in einem in der argentinischen Zeitung "La Nacion" veröffentlichten Interview.

"Die US-Regierung sollte sich jeden Tag hinknien und darum bitten, dass Snowden nichts passiert, denn wenn ihm irgendwas zustoßen sollte, würden alle Informationen enthüllt", sagte Greenwald der Zeitung. "Und diese könnten ihr schlimmster Alptraum werden." Greenwald hatte in der britischen Zeitung "The Guardian" die ersten Enthüllungen Snowdens zum US-Programm "Prism" zur Überwachung der Telefon- und Internetkommunikation veröffentlicht.

Snowden will angeblich Risiken aufzeigen

Der frühere Mitarbeiter des US-Geheimdiensts NSA habe noch "eine enorme Menge Dokumente, die der Regierung der USA schweren Schaden verursachen würden, wenn sie veröffentlicht würden", sagte Greenwald "La Nacion".

Dies sei jedoch "nicht das Ziel von Snowden", betonte der Journalist, der weiterhin in Kontakt mit Snowden steht. Sein Ziel sei es vielmehr, die Risiken der Informatikprogramme aufzuzeigen, die Menschen weltweit benutzen", sagte Greenwald.

Vorübergehend Asyl in Russland?

Snowden hatte Anfang Juni mit der Enthüllung geheimer Überwachungsprogramme des US-Geheimdiensts weltweit für Aufsehen gesorgt. Aus Hongkong, wo er vorübergehend Zuflucht gesucht hatte, flog er Ende Juni nach Moskau, strandete dort aber im Transitbereich des Flughafens Scheremetjewo.

Die US-Justiz will ihm den Prozess machen, Russland lehnt aber seine Auslieferung ab. Venezuela, Bolivien und Nicaragua gewährten ihm Asyl, doch kann Snowden nicht ausreisen, weil die USA seine Reisepapiere für ungültig erklärten. Am Freitag kündigte Snowden an, vorübergehend in Russland Asyl beantragen zu wollen.

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