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Syrien-Konflikt: Russland schickt Kriegsschiffe ins Mittelmeer

Syrien-Konflikt  

Russland will Kriegsschiffe ins Mittelmeer schicken

29.08.2013, 20:05 Uhr | dpa, AFP

Syrien-Konflikt: Russland schickt Kriegsschiffe ins Mittelmeer. Russische Kriegsschiffe sind auf dem Weg ins östliche Mittelmeer. Ein Zusammenhang mit dem Syrien-Konflikt soll aber nicht bestehen. (Quelle: Reuters)

Russische Kriegsschiffe sind auf dem Weg ins östliche Mittelmeer. Ein Zusammenhang mit dem Syrien-Konflikt soll aber nicht bestehen. (Quelle: Reuters)

Das Säbelrasseln um die strittige Syrien-Frage verschärft sich, eine Konfrontation zwischen Washington und Moskau droht: Russland will weitere Kriegsschiffe ins Mittelmeer schicken, um die amerikanische Präsenz auszugleichen. Unterdessen ist sogar ein fünfter US-Zerstörer im Mittelmeer angekommen.

"Die bekannte Lage macht eine Anpassung unserer Seestreitkräfte nötig", sagte ein Vertreter des russischen Generalstabs der Nachrichtenagentur Interfax. Ein auf den Kampf gegen U-Boote spezialisiertes russisches Schiff werde "in den nächsten Tagen" die bereits vorhandenen Einsatzkräfte verstärken. Später werde ein Schiff mit einer Raketenabschussvorrichtung folgen.

USA rüsten im Mittelmeer auf

Die Reaktion auf die Entsendung russischer Streitkräfte ließ nicht lange auf sich warten. Die US-Marine entsendete einen fünften Zerstörer. Laut einer Pentagon-Sprecherin sei dieser in der Lage, bis zu 96 Marschflugkörper des Typs Tomahawk zu tragen. Außerdem seien sie in der Regel mit Flugabwehrraketen Seasparrow und Torpedos ausgestattet.

Die Fahrt der "USS Stout", wie das Schiff heißt, sei Teil eines seit längerer Zeit geplanten Manövers und hänge nicht mit den Überlegungen eines Militärschlags in Syrien zusammen, sagte die Sprecherin. Der Zerstörer soll in nächster Zeit eines der vier im Mittelmeer stationierten Schiffe ablösen. Alle fünf Schiffe haben gemeinsam eine Besatzung von etwa 1400 Mann.

Gegengewicht zur US-Marine

Laut russischen Nachrichtenagentur RIA Nowosti gebe es auch beim Plan Russlands, Kriegsschiffe in die Region zu schicken, keinen Zusammenhang mit dem Konflikt. Eine Entspannung der Situation ist durch die Ankündigung Russlands aber nicht zu erwarten. Russland ist ein treuer Verbündeter des syrischen Assad-Regimes, blockiert als ständiges Mitglied eine Resolution des UN-Sicherheitsrats und bezeichnet einen Militärschlag ohne UN-Mandat zugleich als "illegal".

Streitpunkt ist der mutmaßliche Angriff mit Chemiewaffen durch syrische Regierungstruppen, bei denen Hunderte ums Leben kamen. US-Präsident Barack Obama steht unter Zugzwang und verschärft seinerseits den Druck: Zwar habe er noch keine Entscheidung getroffen, aber der Giftgasangriff sei inzwischen einwandfrei bewiesen.

Bundesbürger mehrheitlich gegen Militärschlag

Trotz des mutmaßlichen Giftgasangriffs nahe der Hauptstadt Damaskus spricht sich derweil eine Mehrheit der Bundesbürger laut des ZDF-"Politbarometers" gegen ein militärisches Eingreifen des Westens in Syrien aus. 58 Prozent der Deutschen lehnen einen Militärschlag ab, 33 Prozent sind dafür, neun Prozent sind unentschlossen. Diese Einschätzung werde von Anhängern aller Parteien mehrheitlich geteilt.

Falls es zu einer Militäraktion unter US-Führung kommt, sind nach der von der Mannheimer Forschungsgruppe Wahlen erhobenen Befragung 41 Prozent der Meinung, Deutschland sollte sich daran finanziell und mit Material beteiligen. 55 Prozent der Befragten sprechen sich gegen eine solche deutsche Unterstützung aus, nur vier Prozent haben keine klare Meinung.

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