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Syrien-Konflikt: Araber wollen offenbar für US-Schlag zahlen

Geplante Militäraktion gegen Syrien  

Araber wollen offenbar für US-Schlag zahlen

05.09.2013, 15:11 Uhr | dpa, AFP, t-online.de

Syrien-Konflikt: Araber wollen offenbar für US-Schlag zahlen. König Abdullah von Saudi-Arabien mit US-Präsident Barack Obama im Jahr 2010 im Weißen Haus (Quelle: Reuters)

König Abdullah von Saudi-Arabien mit US-Präsident Barack Obama im Jahr 2010 im Weißen Haus (Quelle: Reuters)

Arabische Staaten haben den USA offenbar angeboten, einen Teil der Kosten eines US-Militäreinsatzes in Syrien zu übernehmen. Das bestätigte US-Außenminister John Kerry. Die angebotene Summe sei "ziemlich bedeutend" gewesen, sagte er.

"Ja, ein solches Angebot liegt auf dem Tisch", sagte Kerry nach einem Bericht der "Washington Post" bei einer Anhörung im Repräsentantenhaus, bei der er für den geplanten Militärschlag warb.

Kerry: Beweise erdrückend

Auf eine entsprechende Frage der Senatorin Ileana Ros-Lehtinen erklärte der Minister, die arabischen Staaten wären sogar bereit, für eine vollständige Invasion in Syrien zu bezahlen. Generalstabschef Martin Dempsey sagte auf die Frage eines Abgeordneten, der Einsatz dürfe "mehrere zehn Millionen Dollar" kosten.

Kerry warnte, dass eine Ablehnung des Militäreinsatzes die Glaubwürdigkeit der USA untergraben würde. "Die Welt fragt sich, ob die USA schweigend abseits stehen, während diese Art von Brutalität ohne Konsequenzen geduldet wird", sagte der Minister. Er bekräftigte bei seinem Auftritt vor dem Ausschuss für Auswärtige Beziehungen des Repräsentantenhauses, dass die Beweise für einen Giftgaseinsatz durch Assad erdrückend seien.

Der Senatsausschuss stimmte daraufhin einem "begrenzten" Einsatz ohne Bodentruppen zu. Mit zehn zu sieben Stimmen bei einer Enthaltung befürwortete er eine entsprechende Resolution des Weißen Hauses. Beide Kammern des Kongresses müssen der Resolution aber noch zustimmen.

Keine Soldatenstiefel auf syrischem Boden

Die US-Regierung beabsichtigt mit dem Militärschlag, das syrische Regime für dessen mutmaßlichen Giftgaseinsatz mit mehr als 1400 Toten vor zwei Wochen zu bestrafen. Der Entwurf sieht vor, dass die Aktion höchstens 60 Tage dauern soll. Nach Ablauf dieser Frist kann Obama den Kongress bitten, den Einsatz um weitere 30 Tage zu verlängern.

Die Entsendung von Bodentruppen soll dem Papier zufolge weiter ausgeschlossen sein. Obama hatte immer wieder betont, dass keine Soldatenstiefel Fuß auf syrischen Boden setzen sollen.

Die Abstimmungen von Senat und Repräsentantenhaus zu einem militärischen Eingreifen werden frühestens kommende Woche erwartet, wenn der Kongress nach seiner Sommerpause zurück an die Arbeit geht.

Mehrheit der Amerikaner gegen Angriff

Obama braucht dessen Zustimmung eigentlich nicht. Weil sich eine Mehrheit der Amerikaner Umfragen zufolge aber gegen einen Angriff ausgesprochen hat, will sich Obama durch den Kongress absichern.

Auch im Repräsentantenhaus zeichnete sich teilweise Unterstützung für den geplanten Einsatz ab. Die große Kammer des Kongresses ist über den Ausgang des Votums weitaus gespaltener als der von den Demokraten dominierte Senat. Allerdings hatte sich am Vortag der republikanische Mehrheitsführer John Boehner hinter den Kurs von Obama gestellt. "Ich denke, meine Kollegen sollten diesen Aufruf zum Handeln mittragen", sagte Boehner.

Auch international wächst die Unterstützung für das Vorhaben des US-Präsidenten. Neben den arabischen Golfstaaten, die ja sogar für eine Intervention viel Geld zahlen wollen, ist auch Frankreich bereit, gemeinsam mit den USA militärisch loszuschlagen - notfalls ohne UN-Mandat.

Auch die Türkei unterstützt eine mögliche militärische Intervention. Sie gehört als unmittelbarer Nachbar Syriens zu den erbittertsten Gegnern des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad. Australien hat zuletzt ebenfalls eine Unterstützung der US-Position angedeutet.

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