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NSA: NSA soll 35 Spitzenpolitiker aus aller Welt überwacht haben

Abhörskandal  

NSA soll 35 Spitzenpolitiker aus aller Welt überwacht haben

24.10.2013, 21:35 Uhr | rtr, dpa

NSA: NSA soll 35 Spitzenpolitiker aus aller Welt überwacht haben. Aus Snowden-Unterlagen gehen neue Vorwürfe gegen die NSA hervor (Quelle: dpa)

Aus Snowden-Unterlagen gehen neue Vorwürfe gegen die NSA hervor (Quelle: dpa)

Der US-Geheimdienst NSA hat nach einem Zeitungsbericht die Telefon-Kommunikation von 35 internationalen Spitzenpolitikern überwacht. Die Nummern habe die NSA von einem Beamten der US-Regierung erhalten, schrieb der britische "Guardian" unter Berufung auf Unterlagen aus dem Fundus des Informanten Edward Snowden.

Seit Donnerstag sorgt der Vorwurf für Aufsehen, die NSA habe das Handy von Kanzlerin Angela Merkel abgehört. Das Thema steht auch beim EU-Gipfel in Brüssel im Mittelpunkt. Das Weiße Haus hatte betont, dass Merkels Telefon nicht überwacht werde - aber Angaben zur Vergangenheit abgelehnt.

Das NSA-Dokument stamme aus dem Jahr 2006, schrieb der "Guardian". Namen seien darin nicht genannt. Die Telefone der 35 Top-Politiker seien unter insgesamt 200 Nummern gewesen, die der Beamte dem Abhördienst übergeben habe.

NSA will Nummern von Beamten

Diese Informationen hätten auch den Zugang zu weiteren Telefonnummern ermöglicht, hieß es. Die Überwachung habe allerdings wenig berichtenswerte Informationen gebracht.

Aus dem Papier gehe auch hervor, dass die NSA Beamte etwa des Weißen Hauses sowie des Außen- und Verteidigungsministeriums ermutige, ihr Telefonnummern ausländischer Politiker weiterzugeben.

US-Botschaft in Ausspähaktion verwickelt?

Die Ausspähaffäre zieht immer weiterer Kreise: Die US-Botschaft in Deutschland ist Medienberichten zufolge möglicherweise in Ausspähaktion gegen Merkel verwickelt. Es bestehe der Verdacht, dass für die Operation die Botschaft am Brandenburger Tor genutzt worden sei, berichtete die "Welt" unter Berufung auf hochrangige Sicherheitskreise.

Der Sprecher der US-Botschaft, Peter Claussen, wollte das demnach weder bestätigen noch dementieren. Er habe dazu "keine Informationen", zitierte ihn die Zeitung.

Die "Süddeutsche Zeitung" berichtete, der angebliche Lauschangriff gegen Merkel sei möglicherweise von der amerikanischen Botschaft gesteuert worden. Dieser Verdacht solle sich aus Unterlagen des Ex-US-Geheimdienstmitarbeiters Edward Snowden ergeben.

Die Abhöraktion des Mobiltelefons Merkels soll dem Bericht nach von einem US-Lauschposten namens Special Collection Service (SCS) betrieben worden sein. In einer einschlägigen Liste der National Security Agency (NSA) solle die Handynummer der deutschen Regierungschefin stehen. Bei der US-Botschaft war für eine Stellungnahme zu den Berichten niemand zu erreichen.

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