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Video zeigt angeblich Festnahme von Al-Kaida-Terrorist durch US-Kommando

Libyen  

Video zeigt Festnahme eines Top-Terroristen

11.02.2014, 18:04 Uhr | AFP, t-online.de

Video zeigt angeblich Festnahme von Al-Kaida-Terrorist durch US-Kommando. Überwachungskamera filmt Festnahme von Abu Anas al-Libi in Tripolis (im Bild) (Quelle: dpa/Screenshot

Überwachungskamera filmt Festnahme von Abu Anas al-Libi in Tripolis (im Bild) (Quelle: Screenshot "Washington Post"/dpa)

Die "Washington Post" hat auf ihrer Internetseite ein Video veröffentlicht, das die Festnahme des mutmaßlichen libyschen Al-Kaida-Mitglieds Abu Anas al-Libi zeigen soll. Auf den unscharfen Schwarz-Weiß-Aufnahmen sei ein US-Kommandoeinsatz am frühen Morgen des 5. Oktober 2013 mitten in Libyens Hauptstadt Tripolis zu sehen, berichtet die Zeitung.

Al-Libi fährt demnach nach dem Morgengebet an seinem mit hohen Mauern geschützten Haus in einem wohlhabenden Viertel von Tripolis vor. Plötzlich rasen aus verschiedenen Richtungen ein Kleinbus und ein Kleinwagen heran und blockieren das Auto des mutmaßlichen Al-Kaida-Mitglieds.

Ein weiteres Fahrzeug sperrt die Straße ab. Bewaffnete Männer ziehen die Zielperson in den Kleinbus, ehe die Einheit mitsamt dem Auto von Al-Libi verschwindet. Es handelt sich um die amerikanische Spezialeinheit Delta Force unter Mithilfe von CIA und FBI.

Überwachungskamera zeigt Blitzeinsatz

Der "Washington Post" zufolge stammen die Aufnahmen von einer Überwachungskamera in der Nähe. Der gesamte Einsatz dauert weniger als zwei Minuten. Später ist zu sehen, wie zwei Männer und eine Frau aus dem Haus Al-Libis laufen.

Al-Libi soll ein Drahtzieher der Anschläge auf die US-Botschaften in Kenia und Tansania im Jahr 1998 gewesen sein, bei denen mehr als 200 Menschen ums Leben kamen. Er gilt als Vertrauter des früheren Al-Kaida-Führers Osama bin Laden und seit den Anschlägen vom 11. September 2001 als wichtigster Computerexperte der Terrorgruppe.

Nach dem Verschwinden von Al-Libi hatte es in Bengasi Proteste radikaler Islamisten gegeben. Sie äußerten ihren Unmut darüber, dass Ausländer mitten in der Hauptstadt einen libyschen Staatsbürger verschleppen können. Selbst Libyer, die nicht mit dem islamistischen Terrornetz sympathisieren, hatten diese Verletzung der staatlichen Souveränität kritisiert.

Vor US-Gericht gestellt

Die US-Behörden haben bislang nur wenige Details zu der Festnahme bekanntgegeben. Nach der Kommandoaktion wurde Al-Libi demnach auf ein im Mittelmeer kreuzendes Schiff der US-Marine gebracht.

Später wurde das mutmaßliche Al-Kaida-Mitglied nach New York geflogen, wo ihm vor einem US-Bundesgericht der Prozess gemacht werden sollte. Mitte Oktober plädierte er dort auf nicht schuldig.

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