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Ukraine vor Bankrott: Elite in Kiew schwelgte in Luxus

Bilder aus Palästen  

Ukrainische Elite schwelgte in unfassbarem Luxus

25.02.2014, 10:51 Uhr | AFP, AP, t-online.de

Ukraine vor Bankrott: Elite in Kiew schwelgte in Luxus. Die Tore der Oligarchen-Paläste stehen jetzt offen. Dieser neugierige Besucher möchte unerkannt bleiben (Quelle: Reuters)

Die Tore der Oligarchen-Paläste stehen jetzt offen. Dieser neugierige Besucher möchte unerkannt bleiben (Quelle: Reuters)

Die Ukraine steht vor dem Bankrott, Rentenzahlungen, Gehälter - alles steht auf dem Spiel. Der Not vieler Menschen im Land steht der unvorstellbare Luxus gegenüber, in dem die jetzt geschasste Elite des Landes schwelgte. Fotos aus dem Anwesen des früheren Generalstaatsanwalts Viktor Pshonka, belegen die Skrupellosigkeit, mit der sich die Führung bereicherte.

Pshonka sollte es offenbar an Nichts fehlen: In Gorenichy, vor den Toren Kiews, häufte der Spitzenbeamte auf seinem Anwesen Ölgemälde und vergoldete Statuen in riesigen, saalartigen Räumen. Glitzernde Kronleuchter setzen den Prunk ins rechte Licht. Teil einer üppigen Wellness-Landschaft ist auch ein Swimmingpool, groß wie eine Schwimmhalle.

Palast-Tore stehen offen

Nach dem Sturz des alten Regimes öffnen sich die Tore der Oligarchen-Paläste. Staunend wandeln Besucher durch die Flure und Räume, können Pomp und Verschwendungssucht nicht fassen.

Auch Präsident Janukowitsch ließ es sich daheim gut gehen - und nahm es dabei sehr genau mit der Buchhaltung seiner Privatausgaben. Bargeld: knapp neun Millionen Euro. Dekoration des Esszimmers und des Teesalons: 1,7 Millionen Euro. Eine Wildschweinfigur: 84.000 Euro. Schmiergeld: 3000 Euro.

Dies legen jedenfalls Dokumente nahe, die jetzt in seiner verlassenen Residenz in Kiew gefunden wurden. Auch Janukowitschs Haus ist seit dem Wochenende unter Kontrolle der Opposition.

Während Besucher wütend den Luxus in Janukowitschs Herrenhäusern, die Gartenteiche und exotischen Tiere bestaunen, durchkämmen Journalisten Papierberge.

Die Wut der Janukowitsch-Gegner, die drei Monate lang in einem erbitterten Machtkampf gegen den Präsidenten demonstrierten, wird durch die Enthüllungen sicher nicht kleiner. Wo sich der Präsident aufhält, ist unklar.

Seine Residenz Meschigorje in einem Park am Dnipro-Fluss ist für viele Ukrainer aber längst ein Symbol für seine korrupte Regierung. Der Präsident hatte sich Fragen zu seinem Leben auf dem Anwesen stets verweigert und behauptet, er wohne in einem bescheidenen Haus auf einem kleinen Grundstück.

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