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Flug MH370: Suche nach Boeing-Trümmern im Indischen Ozean geht weiter

 (Quelle: dpa)

Verschollene Boeing  

China schickt den "Schneedrachen" auf die Suche

21.03.2014, 15:29 Uhr | AP, AFP, dpa

Flug MH370: Suche nach Boeing-Trümmern im Indischen Ozean geht weiter. Startklar für die Suche nach Trümmerteilen: Chinas Eisbrecher Xuelong (Schneedrache) (Quelle: imago images)

Startklar für die Suche nach Trümmerteilen: Chinas Eisbrecher Xuelong (Schneedrache) (Quelle: imago images)

Auf der Suche nach möglichen Wrackteilen der verschollenen Boing 777-200 lassen die internationalen Suchmannschaften nichts unversucht. China hat nun sogar seinen Eisbrecher "Xuelong" (Übersetzt: Schneedrache) losgeschickt. Das Schiff füllt in Australien seinen Proviant auf und fährt dann in den indischen Ozean zum Suchgebiet, das 2600 Kilometer südwestlich der australischen Großstadt Perth entfernt liegt. Das berichtet die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua.

Der "Schneedrache" hatte sich im Januar bereits an der Rettungsaktion für das im antarktischen Packeis festsitzende russische Forschungsschiff "Akademik Schokalskij" beteiligt. Bereits in der Region angekommen ist der norwegische Containerfrachter "Hoegh St. Petersburg". Mit Scheinwerfern leuchtete die philippinische Besatzung in der Nacht das Meer ab, bei Tageslicht setzten sie die Suche fort, wie ein Sprecher der Reederei in Oslo sagte.

Einsatz läuft auf Hochtouren

Zuvor hatte China Marine- und Rettungsschiffe entsendet. Australien ist mit Militär-Flugzeugen unterwegs. Sie sollen ein Gebiet von nicht weniger als 35.000 Quadratkilometern absuchen. Nach Worten des australischen Premierministers Tony Abbott laufe der Einsatz nach möglichen Trümmern des vermissten malaysischen Passagierflugzeugs auf Hochtouren.

Foto-Serie mit 4 Bildern

"Wir haben alles, was wir haben, auf die Gegend konzentriert, um herauszufinden, was es mit diesen Trümmern auf sich hat", sagte Abbott bei einem Staatsbesuch in Papua-Neuguinea. Er räumte aber ein, dass es sich bei den beiden auf Satellitenfotos entdeckten Objekten im Indischen Ozean auf halbem Weg zwischen Australien und der Antarktis "auch um einen Container handeln kann, der von einem Schiff gefallen ist. Wir wissen es nur nicht".

"Es ist wohl einer der abgelegensten Orte"

Abbott hat nach eigener Aussage auch mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping gesprochen. Dieser sei "am Boden zerstört". Von den 227 Passagieren der vermissten Maschine waren 154 aus China. "Es ist wohl einer der abgelegensten Orte, den man sich denken kann. Aber wenn da unten etwas ist, finden wir es. Wir schulden es den Familien dieser Menschen, da nicht nachzulassen", versprach Abbott.

Am frühen Morgen startete die erste von insgesamt fünf Maschinen, wie die australischen Behörden mitteilten. Regen, Nebel und dichte Wolken erschweren aber derzeit die Arbeit. Wegen der großen Entfernung haben die australischen Maschinen nur Treibstoff für ein bis zwei Stunden Suche, bevor sie wieder zurückkehren müssen, wie Warren Truss, Stellvertreter von Abbott, erklärte.

Bojen sollen Orientierung geben

Der Leiter für Nothilfe-Einsätze, John Young, sagte am Freitag, fünf Flugzeuge seien in der Region, um Ausschau nach den Objekten zu halten, die auf einem Satellitenbild als mögliche Wrackteile identifiziert worden waren. Die Jagd nach dem Treibgut braucht Zeit - auch wenn Eile geboten ist: Die Satellitenbilder wurden bereits am 16. März gemacht. Seither könnte die Strömung die Trümmerteile von dem Ort ihrer Entdeckung Hunderte Kilometer weit weg getragen haben.

Ein Hercules-Transportflugzeug hat nun Bojen im Gebiet abgeworfen, um Suchexperten bessere Rückschlüsse darauf zu ermöglichen, wohin und wie schnell Dinge abdriften.

Australier hoffen auf Überlebende

Die möglichen Wrackteile seien "unsere beste Spur zu einer Stelle, wo wir womöglich Menschen finden, die gerettet werden müssen", sagte Young in einem Interview, das die Behörde (Amsa) zur Verfügung stellte. "Wir konzentrieren uns darauf, Überlebende zu finden, wenn es Überlebende gibt", sagte er. Die zwei Teile auf den Satellitenfotos waren 24 beziehungsweise fünf Meter lang.

Die vermisste Maschine der Malaysia Airlines war am 8. März auf dem Flug von Kuala Lumpur nach Peking verschwunden. Von den 239 Menschen an Bord fehlt seitdem jede Spur.

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