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Ukraine-Konflikt: Russland schiebt Westen Verantwortung zu

"Chaos" in der Ukraine  

Russland schiebt Westen Verantwortung zu

21.03.2014, 12:02 Uhr | dpa, rtr

Ukraine-Konflikt: Russland schiebt Westen Verantwortung zu. Pro-russische Soldaten in Sewastopol (Quelle: AP/dpa)

Pro-russische Soldaten in Sewastopol: Nach Ansicht Russlands ist der Westen schuld am Ukraine-Konflikt (Quelle: AP/dpa)

Russland wirft dem Westen vor, schuld am Ukraine-Konflikt zu sein. Die westlichen Staaten hätten sich "grob" in die inneren Belange der ehemaligen Sowjetrepublik eingemischt, sagte Parlamentschef Sergej Naryschkin nach Angaben der Agentur Interfax.

Mit seinen Sanktionen gegen Russland versuche der Westen nun davon abzulenken, dass sein Eingreifen in den Konflikt zu "Chaos, der tiefsten politischen Krise und zu menschlichen Opfern geführt" habe, sagte Naryschkin bei einer Parlamentsdebatte.

Er sei überzeugt, dass die EU und die USA das "strategische Gleichgewicht in der Welt" auf kritische Weise erschütterten.

Russland erwägt "spiegelbildliche Sanktionen"

Der russische Außenminister Sergej Lawrow bezeichnet die gegen sein Land verhängten Sanktionen als irrational. Sie würden nur unnötige Barrieren errichten.

Russland erwägt nach den Worten des stellvertretenden Außenministers Grigori Karasin "spiegelbildliche Sanktionen" zu den Strafmaßnahmen, die der Westen gegen das Land verhängt hat.

Wenn Moskau die Strafmaßnahmen der USA und der EU unbeantwortet lasse, dann drohe der "Appetit" nur größer zu werden und sich auf einzelne Industrie- und Wirtschaftszweige zu beziehen, sagte Vize-Außenminister Grigori Karassin laut Interfax. Bei einer Rede im Föderationsrat sagte er, dass Russland entsprechende Antworten vorbereite.

Russland reagierte bereits am Donnerstag mit Einreiseverboten für US-Politiker auf die verschärften Strafmaßnahmen des Westens. Es trifft neun Politiker wie den republikanischen Senator John McCain und den Vorsitzenden des Repräsentantenhauses, John Boehner, teilte das Außenministerium in Moskau mit.

Die EU und die USA hatten Sanktionen gegen Russland verhängt, nachdem Moskau mit der zur Ukraine gehörenden Schwarzmeerhalbinsel Krim eine "Wiedervereinigung" verkündet hatte. In der Nacht auf Freitag wurde beschlossen, die europäische Sanktionsliste auszuweiten.

EU und Ukraine unterzeichnen Partnerabkommen

Die EU und der ukrainische Ministerpräsident Arseni Jazenjuk haben unterdessen in Brüssel ein Abkommen zur engeren politischen Zusammenarbeit unterschrieben. Das teilte der EU-Ministerrat mit.

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