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Flug MH370: Weitere mögliche Wrackteile im Indischen Ozean entdeckt

 (Quelle: dpa)

Vermisste Boeing  

Weitere mögliche Wrackteile im Indischen Ozean entdeckt

24.03.2014, 13:55 Uhr | rtr, dpa, AFP

Flug MH370: Weitere mögliche Wrackteile im Indischen Ozean entdeckt. Eine chinesische Militärmaschine hat die Koordinaten "einiger verdächtiger Objekte", die zur vermissten Maschine gehören könnten, weitergegeben. (Quelle: AP/dpa)

Eine chinesische Militärmaschine hat die Koordinaten "einiger verdächtiger Objekte", die zur vermissten Maschine gehören könnten, weitergegeben. (Quelle: AP/dpa)

Auf der Suche nach dem vermissten Flugzeug der Malaysia Airlines im südlichen Indischen Ozean hat ein australisches Flugzeug im südlichen Indischen Ozean zwei weitere Objekte gesichtet. Ein australisches Schiff sei in der Nähe der Fundstelle, sagte Ministerpräsident Tony Abbott. Er hoffe, dass dieses die Teile bald bergen könne.

Ein Teil sei rund und grau oder grün, das andere rechteckig und orange, teilte die australische Seesicherheitsbehörde (AMSA) mit. Das Versorgungsschiff "HMAS Success" war in der Nähe. Wenn es die Teile finden kann, könnten sie in den nächsten "Stunden oder spätestens morgen" geborgen werden, sagte der malaysische Verkehrsminister Hishammuddin Hussein vor der Presse in Kuala Lumpur. AMSA erweiterte das Suchgebiet von 59.000 auf 68.500 Quadratkilometer.

Die "Success" ist mit einem Kran ausgerüstet und kann damit größere Objekte an Bord hieven. Abbott sagte, dass drei weitere Suchflugzeuge auf dem Weg in die Region seien, eine australische, eine japanische und eine US-Maschine. Der Premier warnte aber zugleich vor voreiligen Schlüssen: "Wir wissen nicht, ob diese Trümmer zu MH370 gehören. Es könnten auch andere Trümmer sein."

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Verschiedene Objekte

Es handelt sich um andere Teile als die, die Chinesen vorher nach eigenen Angaben gesichtet hatten. Die chinesische Maschine flog in hoher Höhe über das Suchgebiet, während die kleineren Seeaufklärer der Australier nur wenige hundert Meter über die Wasseroberfläche fliegen.

Eine chinesische Militärmaschine hatte "einige verdächtige Objekte" entdeckt. Wie die amtliche chinesische Nachrichtenagentur Xinhua berichtete, seien "zwei vergleichsweise große, schwimmende Teile" sowie "viele kleinere, weiße Teile" verteilt in einem Radius von einigen Kilometern gesehen worden.

Eisbrecher auf dem Weg zur Fundstelle

Die genauen Koordinaten seien an das australische Kommandozentrum und den chinesischen Eisbrecher Xuelong weitergeleitet worden. Das Schiff habe seinen Kurs geändert und sei auf dem Weg in das Seegebiet, wo die Teile gesehen worden seien.

Die beiden chinesischen Suchflugzeuge vom Typ Iljuschin Il-76 hätten sich wieder auf den Rückweg nach Australien machen müssen, da der Treibstoff nicht länger ausgereicht habe. Die australische Seite sei gebeten worden, weitere Flugzeuge in das Gebiet zu schicken, schrieb Xinhua.

Wetter erschwert die Suche

Die harschen Wetterbedingungen im Meer zwischen Australien und der Antarktis erschweren die Suche nach vermeintlichen Wrackteilen des verschollenen Flugzeugs immer wieder. "Die Strömung treibt die Teile in zwei Sekunden einen Meter weit", sagte Meeresforscher Charitha Pattiaratchi.

Er arbeitet seit 25 Jahren an der Universität von Westaustralien in Perth und kennt die Region, in der das Wrack vermutet wird, gut. Die Teile wären ihm zufolge bis Montag fast 700 Kilometer weit getrieben.

Suche ausgeweitet

Seit Donnerstag überfliegen Flugzeuge aus den USA, Japan und Australien die entlegene Gegend 2500 Kilometer südwestlich der australischen Stadt Perth. Am Montag kam China mit zwei Militärmaschinen dazu, die Zahl der beteiligten Flugzeuge stieg damit nach Angaben der Australischen Behörde für Seesicherheit (AMSA) auf zehn. China verstärkte zudem mit sieben Schiffen die Suche zu Wasser, an der auch australische und britische Marineschiffe beteiligt sind.

Die US-Marine schickte eine Spezialausrüstung zur Ortung des Flugschreibers in die Region, in der das vermisste Flugzeug vermutet wird. Es handle sich um eine "vorsorgliche Maßnahme", erklärte Marinesprecher William Marks. Es gehe darum, die Ausrüstung bereit zu halten. Wenn der Fundort feststehe, könne das System TPL-25 die Black Box in bis zu 6000 Meter Tiefe aufspüren.

Die Boeing 777 der Malaysia Airlines war am 8. März mit 239 Menschen an Bord auf dem Weg von Kuala Lumpur nach Peking von den Radarschirmen verschwunden. Später stellte sich heraus, dass Flug MH370 noch stundenlang mit geänderter Route weitergeflogen sein muss, während die Kommunikationssysteme im Cockpit offenbar von Hand abgeschaltet wurden.

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