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Ukraine wünscht sich "Schokoladenkönig"

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Ukraine wünscht sich "Schokoladenkönig"

26.03.2014, 17:50 Uhr | AFP, dpa

. "Schokoladenkönig" Pjotr Poroschenko (re.) steht neben Julia Timoschenko (li.). (Quelle: Reuters)

"Schokoladenkönig" Pjotr Poroschenko (re.) steht neben Julia Timoschenko (li.). (Quelle: Reuters)

Wird ein Milliardär der kommende Präsident der Ukraine? Die Bevölkerung wünscht sich zwei Monate vor der Präsidentenwahl den "Schokoladenkönig" Pjotr Poroschenko als Staatschef. Der Unternehmer läge bei der Abstimmung am 25. Mai deutlich vor der Ex-Regierungschefin Julia Timoschenko und dem Ex-Boxprofi Vitali Klitschko.

Dies teilten mehrere Meinungsforschungsinstitute nach einer gemeinsamen, repräsentativen Befragung mit. Nichtregierungsorganisationen und Forschungsgruppen befragten in diesem Monat rund 6200 Menschen.

Derzeit 25 Prozent der Stimmen

Poroschenko gilt sowohl als Co-Financier der jüngsten Revolution auf dem Maidan als auch der Orangen Revolution von 2004. Bei einer Präsidentenwahl würde er aktuell auf etwa 25 Prozent der Stimmen kommen, Timoschenko und Klitschko jeweils auf etwa neun Prozent. Aus einer Stichwahl würde der Milliardär zurzeit als klarer Sieger hervorgehen.

Allerdings haben bisher weder Poroschenko noch Timoschenko einen Antrag auf Registrierung als Kandidat gestellt. Klitschko hat seine Kandidatur erklärt. Die Frist der Wahlleitung endet an diesem Sonntag.

Milliardenvermögen seit den 1990er Jahren

Poroschenko gehören der Fernsehsender 5. Kanal sowie der Süßwarenkonzern Roshen. Er war bereits unter anderem Wirtschafts- und Außenminister sowie Chef des Sicherheitsrates und Mitglied des Zentralbankrates gewesen. Er gilt politisch eher im proeuropäischen westlichen Teil der Ex-Sowjetrepublik als verankert. Der 48-Jährige häufte nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion in den 1990er Jahren ein Milliardenvermögen an und gehört heute zu den zehn reichsten Ukrainern.


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