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Wahlen in der Ukraine: Klitschko verzichtet auf Kandidatur

Wahlen in der Ukraine  

Klitschko verzichtet auf Kandidatur

29.03.2014, 16:02 Uhr | dpa, AFP

Wahlen in der Ukraine: Klitschko verzichtet auf Kandidatur. Vitali Klitschko (Quelle: dpa)

Wil doch nicht ukrainischer Präsident werden: Vitali Klitschko verzichtet auf eine Kandidatur bei den Wahlen im Mai (Quelle: dpa)

Kurz vor Ablaufen der Bewerbungsfrist zur Präsidentenwahl in der Ukraine hat der ehemalige Box-Weltmeister und Oppositionspolitiker Vitali Klitschko seinen Verzicht auf eine Kandidatur erklärt.

Er unterstütze stattdessen die Bewerbung des proeuropäischen Unternehmers und Milliardärs Pjotr Poroschenko, der laut Umfragen den größten Zuspruch in der Bevölkerung hat.

Ex-Profiboxer will Bürgermeister von Kiew werden

Klitschko kündigte zugleich an, er wolle sich am 25. Mai um das Amt des Bürgermeisters von Kiew bewerben. "Ich will Kiew zu einer wirklich europäischen Stadt machen", betonte der 42 Jahre alte Chef der Partei "Udar" (Schlag).

Bei der Präsidentenwahl am selben Tag sollten alle Oppositionskräfte Poroschenko unterstützen. "Die einzige Chance zu siegen, ist die Nominierung eines Einheitskandidaten der demokratischen Kräfte", appellierte Klitschko.

Timoschenko offiziell nominiert

Zwei Monate vor der Präsidentenwahl in der Ex-Sowjetrepublik liegt Poroschenko in Umfragen klar vor der ehemaligen Regierungschefin Julia Timoschenko.

Timoschenko hatte sich von ihrer Vaterlandspartei offiziell zur Kandidatin küren lassen. Sie wurde bei einem Parteitreffen in Kiew einstimmig nominiert. Anschließend rief sie zu härterem Widerstand gegen die russische Annexion der Halbinsel Krim auf.

"Wir müssen die Streitkräfte stärken, um unsere Sicherheit zu erhöhen", sagte Timoschenko. Sie bezeichnete Wladimir Putin als "Feind Nummer eins der Ukraine".

"Schokoladenkönig" Poroschenko

Der 48 Jahre alte Unternehmer Poroschenko hatte nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion ein Vermögen gemacht.

Er gilt als Co-Financier der jüngsten Massenproteste auf dem Unabhängigkeitsplatz (Maidan) - und der prowestlichen Orangenen Revolution von 2004.

Poroschenko gehören der einflussreiche Fernsehsender "5. Kanal" sowie der Süßwarenkonzern Roshen, was ihm den populären Spitznamen "Schokoladenkönig" einbrachte. Am Freitag hatte er seine Kandidatur für die Wahl angekündigt.

Dobkin und Bogomolez weitere Kandidaten

Die Partei der Regionen des gestürzten Präsidenten Viktor Janukowitsch wählte unterdessen den russlandtreuen Ex-Gouverneur des ostukrainischen Gebiets Charkow, Michail Dobkin, zum Kandidaten der Wahl im Mai.

Als unabhängige Kandidatin tritt zudem die populäre Ärztin Olga Bogomolez an. 

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