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Wladimir Putins Sprecher umgarnt Bundeskanzlerin Angela Merkel

Putins Sprecher umgarnt Merkel  

"Der Dialog an sich ist außerordentlich wertvoll"

30.03.2014, 16:59 Uhr | AFP, dpa

Wladimir Putins Sprecher umgarnt Bundeskanzlerin Angela Merkel. Russlands Präsident Putin schätzt nach den Worten seines Sprechers den Austausch mit Bundeskanzlerin Merkel. (Quelle: dpa)

Russlands Präsident Putin schätzt nach den Worten seines Sprechers den Austausch mit Bundeskanzlerin Merkel. (Quelle: dpa)

Trotz des derzeit stark abgekühlten deutsch-russischen Verhältnisses wegen der Ukraine-Krise ist Russlands Präsident Wladimir Putin ausdrücklich an Gesprächen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) interessiert.

"Es ist kein Geheimnis, dass sich die Positionen in der Ukraine-Krise in vielem unterscheiden und nach wie vor auseinanderdriften. Aber der Dialog an sich ist außerordentlich wertvoll, und wir hoffen, dass er fortgesetzt wird", sagte sein Sprecher Dmitri Peskow in der ZDF-Sendung "Berlin direkt". Der 46-Jährige ist seit fast genau 14 Jahren in Putins Diensten und gilt als ein enger Vertrauter der russischen Präsidenten.

Mindestens sieben Telefonate seit Jahresanfang

Zu den Telefongesprächen Merkels mit Putin sagte der Sprecher, diese seien "ziemlich unnachgiebig", aber dennoch "konstruktiv". Merkel und Putin haben nach offiziellen Angaben seit Jahresanfang siebenmal miteinander telefoniert.

Diese häufigen Kontakte hätten es in der Ukraine-Krise "zumindest ermöglicht, einander die Positionen nahezubringen", sagte der Sprecher Putins. "Das ist in diesen zugespitzten Situationen Gold wert."

Petersburger Dialog geht weiter

Ungeachtet der Absage der deutsch-russischen Regierungskonsultationen wird der Petersburger Dialog wie geplant am 24. und 25. April in Leipzig stattfinden, sagte der Co-Vorsitzende der Veranstaltung, Lothar de Maizière.

Die Gesprächsrunde, an der vor allem Vertreter der Zivilgesellschaft teilnehmen, findet normalerweise parallel zu den deutsch-russischen Regierungskonsultationen statt. Dieses offizielle Treffen hat die Bundesregierung wegen der Krim-Krise gestrichen.

Schaffen Lawrow und Kerry den Durchbruch?

Unterdessen gehen diplomatischen Bemühungen um einen Ausweg aus der Krise weiter. Am Sonntagabend werden sich der russische Außenminister Sergej Lawrow und sein amerikanischer Kollege John Kerry in Paris treffen. Kremlchef Wladimir Putin und US-Präsident Barack Obama hatten die Zusammenkunft zuvor bei einem Telefonat vereinbart.

Lawrow hatte tags zuvor in einem Interview erneut Russlands Standpunkt im Ukraine-Konflikt verdeutlicht. Demnach sollte sich das Nachbarland einen föderativen Staatsaufbau geben, in der auch die russischsprachige Bevölkerung im Osten und im Süden angemessen vertreten sei. Zudem müsse in einer neuen Verfassung festgeschrieben werden, dass die Ex-Sowjetrepublik blockfrei sei - also nicht der NATO beitreten wolle.

Lawrow dementierte, dass Russland an der Grenze zur Ukraine Truppen für einen Einmarsch zusammenziehe. Im russisch geprägten Osten des Landes demonstrierten unterdessen erneut Tausende für ein Referendum nach dem Vorbild der Krim, um so den Anschluss an Russland zu erreichen.

Auf der Krim gehen die Uhren jetzt anders

Ungeachtet der anstehenden Gespräche schuf Russland auf der Krim neue Fakten: Seit der Nacht zum Sonntag gilt offiziell die Moskauer Zeitzone. Fernsehbilder zeigten eine Menschenmenge, die russische Fahnen schwenkte und verfolgte, wie die zentrale Bahnhofsuhr in Simferopol um zwei Stunden vorgestellt wurde. Es gehe um eine weitere Integration in russische Strukturen und einen "historischen Moment", sagte ein Sprecher der selbst ernannten Führung.

Die Krim hatte nach ihrem international nicht anerkannten Beitritt zu Russland bereits den Rubel eingeführt, parallel zur ukrainischen Währung Griwna. Immer mehr Krim-Bewohner würden einen russischen Pass beantragen, sagte Konstantin Romodanowski vom Migrationsamt. Die Behörden gehen davon aus, dass bald zwei Millionen der etwa 2,4 Millionen Menschen auf der Halbinsel russische Dokumente besitzen.

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