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Ukraine-Krise: Nato schickt Flugzeuge, Schiffe und Soldaten

Reaktion auf Ukraine-Krise  

Nato schickt Flugzeuge, Schiffe und Soldaten in den Osten

16.04.2014, 16:37 Uhr | AP, dpa

Ukraine-Krise: Nato schickt Flugzeuge, Schiffe und Soldaten. Deutsche Tornado kurz vor dem Start: Die Nato rüstet in Osteuropa auf (Quelle: dpa)

Deutsche Tornado kurz vor dem Start: Die Nato rüstet in Osteuropa auf (Quelle: dpa)

Die Nato verstärkt angesichts der Ukraine-Krise ihre militärische Präsenz in den östlichen Staaten des Bündnisses. Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen sagte am Mittwoch in Brüssel, es würden mehr Flugzeuge und Schiffe eingesetzt und auch Soldaten geschickt.

"Falls nötig, werden in den kommenden Wochen und Monaten weitere Maßnahmen folgen", erklärte Rasmussen.

Die Schiffe würden "in die Ostsee, in das östliche Mittelmeer und nötigenfalls anderswohin" verlegt, die Verteidigungspläne der Nato "überarbeitet und gestärkt".

Reaktion auf Bitten der baltischen Mitglieder

"Wir werden mehr Flugzeuge in der Luft haben, mehr Schiffe im Wasser und wir werden auf dem Land eine erhöhte Bereitschaft haben", sagte er. Vor Journalisten machte er keine Angaben zur Zahl der Soldaten, die in die östlichen Nato-Länder geschickt werden: "Es werden genug sein, um unsere Bereitschaft zu verbessern und um nötigenfalls für mehr vorzubereiten."

Die Nato reagiert damit auf Bitten der baltischen Mitglieder Litauen, Lettland und Estland - einstige Sowjetrepubliken - sowie Polens und Rumäniens.

Rasmussen fordert engere Zusammenarbeit mit EU

Das Bündnis hat bereits in den vergangenen Wochen die Luftraumüberwachung über den baltischen Staaten, die keine eigene Luftwaffe haben, verstärkt. Deutschland hatte sich am 1. April bereit erklärt, sechs Jagdflugzeuge zu diesem Zweck nach Litauen zu schicken. Sie wurden bisher von den Nato-Militärs nicht abgerufen.

Angesichts der Unsicherheit über Russlands Verhalten hatte Rasmussen zudem eine engere Zusammenarbeit zwischen der Allianz und der Europäischen Union gefordert.

Ex-Generalinspekteur kritisiert Nato

Der ehemalige Generalinspekteur der Bundeswehr, Harald Kujat, hielt der Nato unterdessen Versagen in der Ukraine-Krise vor. Das Bündnis habe vor der Krim-Krise "überhaupt keinen Beitrag zur Deeskalation" geleistet, sagte der ehemalige Vorsitzende des Nato-Militärausschusses im Sender Bayern2.

"Die Nato hätte von Anfang an mit Russland verhandeln müssen, denn sie hat eine strategische Partnerschaft mit Russland", sagte Kujat. Nach dem Grundlagenvertrag hätte der Nato-Russland-Rat einberufen werden müssen. Das sei nicht geschehen.

"Es wird nun endlich Zeit, dass man sich zusammensetzt." In Moskau gebe es große Bereitschaft für Verhandlungen. Diese könnten ein Erfolg werden, wenn der Westen klarstelle, dass die Ukraine kein Nato-Mitglied werde, sagte Kujat.

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