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Ukrainischer Milliardär setzt Kopfgeld auf russische Agenten aus

10.000 Dollar für jeden Gefassten  

Ukrainischer Milliardär setzt Kopfgeld auf Putins Agenten aus

17.04.2014, 18:41 Uhr | t-online.de, rtr, AP, AFP, dpa

Ukrainischer Milliardär setzt Kopfgeld auf russische Agenten aus. Mit einem Kopfgeld auf die Ergreifung russischer Agenten in der Ost-Ukraine will der Gouverneur von Dnjepropetrowsk die Lage in den Griff bekommen (Quelle: AP/dpa)

Mit einem Kopfgeld auf die Ergreifung russischer Agenten in der Ost-Ukraine will der Gouverneur von Dnjepropetrowsk die Lage in den Griff bekommen (Quelle: AP/dpa)

Der "Anti-Terror-Einsatz" der Regierung in Kiew gegen pro-russische Kräfte in der Ost-Ukraine droht zu scheitern. Der russische Präsident Wladimir Putin droht unverhohlen mit einem Militäreinsatz. Ein ukrainischer Milliardär will nun mit eigenen Mitteln den Aufstand im Osten des Landes bekämpfen.

Igor Kolomoiski, der reiche Gouverneur des ukrainischen Gebiets Dnjepropetrowsk, setzt ein Kopfgeld auf russische Agenten aus, um damit die Moral im Kampf gegen die Separatisten stärken.

"Revolution der Armut"

Für jeden festgenommenen und den Behörden übergebenen Söldner zahle Kolomoiski 10.000 US-Dollar (rund 7200 Euro), die Befreiung eines besetzten Verwaltungsgebäudes sei ihm je 200.000 Dollar wert, teilte sein Stellvertreter Boris Filatow über Facebook mit.

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Er kündigte auch Prämien für die Abgabe von Gewehren und Granatwerfern an. In der Ost-Ukraine sei eine "Revolution der Armut" ausgebrochen, schrieb Filatow. "Dies ist eine Meuterei müder, verzweifelter und von der Führung nicht gehörter Menschen."

Kiew verbietet Russen die Einreise

Auch die Regierung in Kiew will gegen russische Agenten vorgehen: Nach Angaben von Aeroflot wurde allen russischen Männern zwischen 16 und 60 Jahren die Einreise verboten. Die russische Fluggesellschaft teilte mit, sie habe eine dementsprechende Anweisung von der ukrainischen Regierung übermittelt bekommen. Nur in Sonderfällen werde eine Ausnahme gemacht.

Nach der Annexion der ukrainischen Halbinsel Krim durch Russland besteht in Kiew die Sorge, dass Russland auch die mehrheitlich russischsprachigen Gebiete im Süden und Osten der Ukraine übernehmen will. Seit Tagen sind in der Region bewaffnete pro-russische Gruppen im Einsatz, die Verwaltungsgebäude besetzen und den Anschluss an Russland fordern.

Ukraine-Konferenz einigt sich auf Deeskalation

Bei den Vierer-Gesprächen in Genf zur Krise in der Ukraine hat es nach Angaben des russischen Außenministers Sergej Lawrow eine Einigung über eine schrittweise Deeskalation gegeben. Dazu gehöre die "Entwaffnung illegaler bewaffneter Gruppen" in allen Regionen der Ukraine, sagte Lawrow. Außerdem sollen die besetzten Gebäude in der Ost-Ukraine geräumt werden. Zudem sei eine Amnestie vorgesehen.

"Ihre Möglichkeiten sind begrenzt"

Pro-russische Bewaffnete haben mittlerweile in mindestens zehn Städten der Ost-Ukraine Regierungs- und Verwaltungsgebäude besetzt sowie Barrikaden errichtet. Die ukrainische Regierung hatte daraufhin einen "Anti-Terror-Einsatz" angedroht, sich allerdings bislang kaum durchsetzen können.

Der Westen und die Ukraine werfen Russland vor, die Proteste im Osten des Landes zu unterstützen. Sie befürchten, dass Moskau Teile der Ost-Ukraine ähnlich wie die Krim besetzen und in die Russische Föderation eingliedern könnte. Schwere Folgen für die russische Wirtschaft durch westliche Sanktionen fürchtet Putin offenbar nicht.

Die EU könne nicht ohne die Erdgaslieferungen auf Russland auskommen, erklärte er. Und die USA könnten Russland nur schwer schaden, in dem sie einen Rückgang des Ölpreises anstrebten. "Ihre Möglichkeiten sind begrenzt", sagte Putin.

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