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Nach Europawahl 2014: CDU sauer über Populistensprüche der CSU

Hauen und Stechen  

Riesenzoff in der Union um Wahlkampf-Fehler

26.05.2014, 12:09 Uhr | rtr

Nach Europawahl 2014: CDU sauer über Populistensprüche der CSU. Sprechen am Abend über das schlechte Europawahl-Ergebnis der CSU: Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und Horst Seehofer (CSU) (Quelle: imago images/Christian Thiel   )

Sprechen am Abend über das schlechte Europawahl-Ergebnis der CSU: Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und Horst Seehofer (CSU) (Quelle: Christian Thiel /imago images)

Das Europawahl-Ergebnis der Union treibt einen Keil zwischen die Schwesterparteien: Führende CDU-Politiker werfen der CSU schwere Fehler im Wahlkampf vor.

"Die CSU hat offenkundig dramatisch verloren", sagte die thüringische Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht mit Blick auf die Christsozialen. "Die Wähler wollen wissen, wofür wir Wahlkampf machen und nicht wogegen wir alles sind". Ähnlich äußerte sich die saarländische Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer.

>>>Hochrechnungen und Ergebnisse: Grafik zur Europawahl<<<

Dumpfe Sprüche im Wahlkampf

Im Wahlkampf hatte die CSU unter anderem mit markigen Worten vor einem Sozialmissbrauch durch EU-Bürger und einer Überregulierung durch die EU gewarnt.

Der Europaabgeordnete Markus Ferber hatte sogar SPD-Spitzenmann Martin Schulz als "Geschäftsführer der Schlepperbanden" bezeichnet.

AfD "kopiert"

"Ich glaube, dass man Europawahlen nur gewinnen kann, indem man offen für Europa wirbt", mahnte der CDU-Vize Armin Laschet. Der Vorsitzende des NRW-Landesverbandes verwies darauf, dass die Euro-Gegner der AfD in seinem Bundesland unterdurchschnittlich abgeschnitten hätten.

In Bayern erzielte die AfD dagegen ein Ergebnis über dem Bundesschnitt. "Ich glaube, dass man in der Auseinandersetzung mit der AfD offen für Europa werben muss, und nicht deren Sprüchen auf den Leim gehen sollte", sagte Laschet.

Der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier bescheinigte der CSU ebenfalls einen "Einbruch". Er sei sicher, dass die Schwesterpartei eine kritische Analyse vornehmen werde.

CSU büßt rund ein Viertel der Stimmen ein

Der CDU-Europapolitiker Herbert Reul warf der CSU ebenfalls Fehler im Wahlkampf vor: "Man kann nicht den Versuch machen, eine andere Partei, die das Original ist, zu kopieren", sagte er mit Blick auf die AfD.

Bei der Europawahl hatte die CDU nur leicht verloren, während die CSU mit einem Rückgang von 1,9 Prozentpunkten auf 5,3 Prozent ihr schlechtestes Europawahl-Ergebnis überhaupteingefahren hatte. Im neuen Europaparlament sitzen nur noch fünf Christsoziale, statt wie bisher acht.

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