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Rebellen schlagen zurück: Viele Tote bei Hubschrauber-Abschuss in der Ost-Ukraine

Ukrainischer General unter den Opfern  

Rebellen schießen Armee-Hubschrauber ab

29.05.2014, 14:35 Uhr | AFP, dpa, Reuters, AP

Rebellen schlagen zurück: Viele Tote bei Hubschrauber-Abschuss in der Ost-Ukraine. Schwarzer Rauch steigt über der Absturzstelle des ukrainischen Armeehubschraubers bei Slawjansk auf (Quelle: AP/dpa)

Schwarzer Rauch steigt über der Absturzstelle des ukrainischen Armeehubschraubers bei Slawjansk auf (Quelle: AP/dpa)

Pro-russische Rebellen haben einen Hubschrauber des ukrainischen Militärs bei Kämpfen nahe der Stadt Slawjansk abgeschossen. Mindestens 14 Soldaten wurden getötet. Unter den Opfern sei auch General Sergej Kultschizki, sagte Übergangspräsident Alexander Turtschinow im Parlament in Kiew.

"Ich habe gerade die Information erhalten, dass die Terroristen nahe Slawjansk unseren Hubschrauber abgeschossen haben", sagte Turtschinow. Der Angriff sei mit einer tragbaren Boden-Luft-Waffe aus Russland verübt worden.

Turtschinow äußerte sich dennoch überzeugt, dass die Armee ihren Kampf "gegen die Terroristen zu Ende führen wird und die von Russland finanzierten Kriminellen entweder eliminiert oder auf der Anklagebank landen werden". 

Schwere Gefechte am Stadtrand

Ein Rebellensprecher sagte mehreren russischen Nachrichtenagenturen, der Hubschrauber sei bei schweren Gefechten am südlichen Stadtrand von Slawjansk abgeschossen worden. Durch das Vorgehen des Militärs seien zudem Häuser von Zivilisten in Brand geraten. 

Die Regierungstruppen führen seit mehreren Wochen eine Militäroffensive gegen die Separatisten im Osten der Ukraine. Slawjansk ist das Zentrum des Aufruhrs pro-russischer Separatisten. Der am Sonntag gewählte Präsident Petro Poroschenko hat einen entschlossenen Kampf gegen bewaffnete Rebellen angekündigt.

Bei schweren Kämpfen in den vergangenen Tagen gab es sowohl in Slawjansk als auch in Donezk heftige Kämpfe mit Dutzenden Toten - die Opfer waren zumeist Rebellen.

OSZE-Beobachter sollen freigelassen werden

Ebenfalls in Slawjansk stellten pro-russische Separatisten derweil die baldige Freilassung von vier gefangenen OSZE-Beobachtern in Aussicht. "Wir überprüfen ihre Papiere und lassen sie dann gehen", sagte der Rebellenkommandeur uns elsbt ernannte Bürgermeister von Slawjansk Wjatscheslaw Ponomarjow der Nachrichtenagentur Reuters.

Dem unbewaffneten Team sei von Reisen in der Konfliktregion abgeraten worden, "aber diese Vier stellten sich als sehr wagemutig heraus", sagte Ponomarjow.

Aus OSZE-Kreisen hieß es, bei dem nun festgesetzten Team handele sich um drei Männer und eine Frau, über deren Freilassung seit geraumer Zeit verhandelt werde. Zwischenzeitlich hätten sie sich offenbar in der Gewalt russischer Kosaken befunden, welche die Aufständischen in der Region Lugansk unterstützen.

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