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Kontakt zu weiterem OSZE-Team in der Ukraine abgerissen

Ostukraine  

Kontakt zu weiterem OSZE-Team abgerissen

30.05.2014, 14:21 Uhr | dpa, rtr

Kontakt zu weiterem OSZE-Team in der Ukraine abgerissen. Ukraine: Kontakt zu weiterem OSZE-Team abgerissen (Quelle: dpa)

Lässt die Muskeln spielen: Wjatscheslaw Ponomarjow, der selbst ernannte Bürgermeister von Slawjansk (Quelle: dpa)

Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) hat nach eigenen Angaben den Kontakt zu einem weiteren Beobachterteam in der Ostukraine verloren. Um die bereits vor einigen Tagen verschleppten vier Männer gibt es derweil widersprüchliche Angaben.

Seit Donnerstagabend habe sie von der Gruppe in der Region Lugansk nichts mehr gehört, teilte die OSZE auf ihrer Facebook-Seite mit. Zu dem Team gehören demnach vier Ausländer und ein ukrainischer Übersetzer. Die OSZE-Mitglieder seien "in Sewerodonezk von Bewaffneten festgenommen worden", hieß es in der Mitteilung.

Verwirrung um verschleppte Beobachter

Auch von den vier Beobachtern eines ersten Teams, die bereits seit Montag in der Ostukraine vermisst werden, fehle weiter jede Spur. Dagegen meldeten die Separatisten am Vormittag, man habe die vier verschleppten Beobachter wieder auf freien Fuß gesetzt.

Die angeblich freigelassenen Beobachter seien verwarnt worden, sich künftig nicht mehr ohne Voranmeldung auf dem Gebiet der selbst ernannten "Volksrepublik Lugansk" aufzuhalten, sagte Separatistenführer Alexej Tschmilenko der Agentur Interfax.

Die Mitglieder der Gruppe stammen aus Estland, Dänemark, der Türkei und der Schweiz. Der selbst ernannte Bürgermeister von Slawjansk, Wjatscheslaw Ponomarjow hatte bestätigt, dass sie im Gewahrsam seiner Kräfte seien, nachdem ihnen von Reisen in die Krisenregion abgeraten worden war. "Jetzt klären wir, wer sie sind, wohin und warum sie gefahren sind, und lassen sie frei", hatte er angekündigt.

Die Mitarbeiter der OSZE sollen den friedlichen Übergang zur Normalität in der Ukraine sichern. Eine weitere Beobachtergruppe wurde am Mittwoch für mehrere Stunden aufgehalten, kehrte am Abend aber wieder nach Donezk zurück.

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