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Flug MH17: Separatistenführer weist Bericht über BUK-Besitz zurück

Im Video-Interview falsch zitiert?  

Separatistenführer weist Bericht über BUK-Besitz zurück

24.07.2014, 17:13 Uhr | t-online.de, dpa

Flug MH17: Separatistenführer weist Bericht über BUK-Besitz zurück. Alexander Chodakowski, Kommandeur der pro-russischen Separatisten in der Ost-Ukraine (Quelle: dpa)

"Keine Kenntnis" über Waffenbesitz: Alexander Chodakowski, Kommandeur der pro-russischen Separatisten in der Ost-Ukraine (Quelle: dpa)

Ein Kommandeur der Separatisten im Konfliktgebiet Ost-Ukraine hat einen Bericht zurückgewiesen, nach dem die pro-russischen Kräfte im Besitz des Flugabwehrsystems BUK gewesen seien. "Ich habe keine Kenntnis davon, dass die Aufständischen eine solche Waffe besitzen", sagte Alexander Chodakowski im Interview des Staatsfernsehsenders Russia Today.

Er bestätigte, dass er mit einem Journalisten eines westlichen Mediums verschiedene Möglichkeiten für den Abschuss der malaysischen Passagiermaschine MH17 durchgesprochen habe.

"Kann BUK-Einsatz nicht bezeugen"

Bei dem auf Video aufgezeichneten Gespräch habe es allerdings einen "roten Faden" gegeben mit der Aussage, dass er den BUK-Einsatz nicht bezeugen könne, betonte Chodakowski. Andere Separatistenführer teilten erneut mit, dass die pro-russischen Kräfte kein solches Waffensystem genutzt hätten.

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Nach Angaben des Radiosenders "Echo Moskwy" erklärte der Kommandeur des Bataillons "Wostok" (Osten), er besitze einen Video-Mitschnitt des Interviews mit der Agentur Reuters. Anhand dessen könne er beweisen, dass er mit der Agentur nicht über die Existenz von BUK-Systemen in den Händen der Separatisten gesprochen habe.

Die Separatisten hatten sich bereits im Juni damit gebrüstet, ein ukrainisches BUK-System erbeutet zu haben. Allerdings erklärten sie nach dem Abschuss der Boeing 777-200 am vergangenen Donnerstag, dass die Anlage nicht funktionstüchtig gewesen sei. Das hatten auch Ermittler in Kiew bestätigt.

Der Separatistenführer Chodakowski war in russischen Medien am Mittwoch mit Aussagen zitiert worden, wonach er selbst gehört habe, dass die Aufständischen eine BUK hätten. Demnach sei auch eine Provokation von ukrainischer Seite möglich gewesen - etwa die gezielte Lenkung der Maschine mit fast 300 Menschen an Bord in das Kriegsgebiet.

Die Separatisten könnten die Boeing dann aus Versehen abgeschossen haben, weil sie Maschine für ein ukrainisches Militärflugzeug gehalten hätten, wurde Chodakowski zitiert.

Ukraine hätte Luftraum für Passagierflieger schließen müssen

In einem anderen Gespräch hatte der Anführer Vorwürfe der Ukraine über eine mutmaßliche Ausrüstung der Separatisten mit einem russischen BUK-System kritisiert. Wenn die Ukraine davon ausgegangen sei, dass die Aufständischen mit solchen Waffen schössen, dann hätte der Luftraum für Passagiermaschinen geschlossen sein müssen, meinte der Kommandeur des Bataillons "Wostok" (Osten).

Spuren am Wrack der malaysischen Boeing deuten nach Einschätzung der Separatisten auf einen Abschuss durch das Luftabwehrsystem BUK hin. Dafür sprächen zum Beispiel Schrapnellspuren an den Trümmern, sagte der Vizeregierungschef der nicht anerkannten Volksrepublik Donezk, Andrej Purgin, nach Angaben der Agentur Interfax.

Das in der Sowjetunion konstruierte System BUK, Nato-Codename SA-11, feuert Boden-Luft-Raketen ab.

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