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Kämpfe in der Ostukraine: Experten verlassen MH17-Absturzstelle

Schwere Kämpfe in der Ukraine  

Experten ziehen sich von Absturzstelle zurück

07.08.2014, 17:26 Uhr | dpa

Kämpfe in der Ostukraine: Experten verlassen MH17-Absturzstelle. Zu gefährlich: Die ausländischen Experten ziehen vom Absturzort der Malaysia-Airlines-Boeing in der Ostukraine ab (Quelle: Reuters)

Zu gefährlich: Die ausländischen Experten ziehen vom Absturzort der Malaysia-Airlines-Boeing in der Ostukraine ab (Quelle: Reuters)

Die Suche nach den Opfern der abgestürzten Malaysia-Airlines-Boeing wird wegen anhaltender Kämpfe in der Ostukraine eingestellt. "Es macht keinen Sinn, unter diesen Umständen mit der Rückführung (der Opfer) weiterzumachen", sagte der niederländische Ministerpräsident Mark Rutte. Die Situation in der Region verschlechtere sich täglich.

Unter den gegebenen Bedingungen hätten die Experten getan, was sie konnten, sagte Rutte. "Die Spannungen steigen und die Experten können in bestimmten wichtigen Zonen ihrer Arbeit nicht mehr nachgehen." In der Nähe der Absturzstelle toben derzeit heftige Kämpfe zwischen Regierungstruppen und prorussischen Separatisten.

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Persönliche Gegenstände geborgen

Erst seit Freitag ist ein Team von Experten aus Australien und den Niederlanden an der Absturzstelle, um die menschlichen Überreste von Dutzenden Todesopfern zu bergen. Am Montag stießen auch Malaysier dazu.

Eine "große Menge" persönlicher Gegenstände sei eingesammelt worden. Diese sollen am Donnerstag in die Niederlande geflogen werden, sagte Rutte. Bisher wurden 228 der 298 Opfer in die Niederlande gebracht, nicht aber Gepäckstücke oder andere persönliche Gegenstände.

Große Enttäuschung unter Experten

Der niederländische Außenminister Frans Timmermans schrieb auf seiner Facebook-Seite, die Mission werde unterbrochen, doch werde die Arbeit fortgesetzt, "sobald die Situation dies erlaubt". Er dankte den Anwohnern, die bei der Bergungsarbeit geholfen hätten.

Der Leiter der Mission, Pieter Aalbersberg, erklärte, "unser Team ist enttäuscht, seine Arbeit nicht zu Ende bringen zu können". Ein Teil des Teams werde im Osten der Ukraine bleiben, aber in Gebieten unter Kontrolle Kiews.

Das niederländische Untersuchungsbüro für Sicherheit (OVV) teilte derweil mit, der vorläufige Untersuchungsbericht zur Absturzursache der malaysischen Passagiermaschine werde erst in einigen Wochen fertig.

"Wir schaffen es nicht in 30 Tagen", sagte die Sprecherin der Behörde, Sara Vernooij, mit Bezug auf die offizielle Frist zur Erstellung eines vorläufigen Untersuchungsberichts nach einem Absturz. "Die Verzögerung ist der momentan sehr schwierigen Lage in der Ukraine geschuldet", sagte Vernooij.

Die Boeing der Malaysia Airlines war vor drei Wochen mit 298 Menschen an Bord auf dem Weg von Amsterdam nach Kuala Lumpur mutmaßlich nach dem Beschuss mit einer Rakete abgestürzt.

Vernooij sagte, die Ermittler seien bisher noch nicht an der Absturzstelle gewesen. Die Untersuchungen würden deshalb noch "einige Wochen" dauern. Weil die mit Abstand meisten Todesopfer aus den Niederlanden stammen, leitet die Regierung in Den Haag die Ermittlungen zur Absturzursache.

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