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Angela Merkel in Kiew: Kanzlerin verspricht Ukraine Millionenhilfen

Merkel in Kiew  

Kanzlerin verspricht Ukraine Millionenhilfen

23.08.2014, 16:44 Uhr | t-online.de, dpa

Angela Merkel in Kiew: Kanzlerin verspricht Ukraine Millionenhilfen. Kanzlerin Merkel reiste erstmals seit Beginn der Krise in die Ukraine und traf Präsident Poroschenko. (Quelle: dpa)

Kanzlerin Merkel reiste erstmals seit Beginn der Krise in die Ukraine und traf Präsident Poroschenko. (Quelle: dpa)

Es ist eine heikle Reise für die Kanzlerin. Einen Tag vor den Unabhängigkeitsfeiern weilt Angela Merkel erstmals seit der Krise in der Ukraine - ein deutliches Signal der Solidarität für den pro-europäischen ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko. Die Kanzlerin verspricht dem krisengebeutelten Land finanzielle Unterstützung.

Die Kanzlerin kündigte eine Kreditbürgschaft über 500 Millionen Euro für die Energie- und Wasserversorgung sowie 25 Millionen Euro Hilfe für Flüchtlinge an.

Seit Beginn des Konflikts in der Ost-Ukraine im April mussten mehrere hunderttausend Menschen ihre Wohnungen und Häuser verlasen.

Merkel unterstrich die Bedeutung eines zweiseitigen Waffenstillstandes. "Wir werden alles daran setzen eine diplomatische Lösung zu finden", so Merkel. "Mit einer offenen Grenze, über die Waffen aus Russland kommen, geht das nicht", kritisierte sie Putins Regierung.

"Marshall-Plan für die Ukraine"

"Wir erleben heute den Beginn eines Marshall-Plans für die Ukraine", verkündete Poroschenko auf einer Pressekonferenz nach dem Treffen. "Krieg ist nicht unsere Wahl, er wurde uns von außen aufgedrückt", sagte er.

Beide hätten auch über Pläne gesprochen, die Infrastruktur im Unruhegebiet Donbass wieder aufzubauen. "Ich möchte betonen, dass Frau Merkel wie keine andere die Probleme kennt, mit denen die Ukraine konfrontiert ist", sagte Poroschenko. Deutschland sei ein "mächtiger Freund" der Ukraine.

Merkel eine "gute Freundin"

Poroschenko würdigte auch Merkel selbst als "gute Freundin und starke Anwältin der Ukraine". In den vergangenen zwei Monaten hätten sie fast 20-mal miteinander gesprochen. Dies habe der Ukraine bei der Verteidigung ihrer Interessen sehr geholfen, hieß es weiter.

Eine Dezentralisierung der Ukraine solle implementiert werden. Zudem würden verwundete ukrainische Soldaten in Deutschland behandelt werden.

Für den kommenden Dienstag ist ein Treffen zwischen Poroschenko und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin geplant.

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