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Ukraine-Krise: Russland schickt Panzerwagen über die Grenze

Neue Gefechte  

Panzerwagen aus Russland überqueren Grenze zur Ukraine

25.08.2014, 16:33 Uhr | rtr , AFP , dpa

Ukraine-Krise: Russland schickt Panzerwagen über die Grenze. Panzerwagen in der Region Rostov im Süden Russlands (Quelle: Reuters/(Archivbild))

Panzerwagen in der Region Rostov im Süden Russlands (Quelle: (Archivbild)/Reuters)

In der Ukraine sind nach Angaben regierungsnaher Milizen Dutzende Panzerwagen über die russische Grenze in den Südosten des Landes vorgedrungen. Die Kolonne bestehe aus rund 50 Fahrzeugen, sagte ein Milizkommandeur. Sie hätten die Grenze nahe der Stadt Nowoasowsk überquert, die meisten seien auf dem Weg in den Ort Mariupol. Die ukrainische Armee hatte Mariupol im Juni zurückerobert.

Nach Angaben der ukrainischen Streitkräfte kam es nahe Nowoasowsk zu Gefechten. Grenzschützer hätten die Kolonne kurz vor der Stadt aufgehalten. Nowoasowsk und Mariupol liegen kurz hinter der russischen Grenze am Asowschen Meer, an das im Süden die Krim grenzt und das mit dem Schwarzen Meer verbunden ist.

Separatistenführer Andrej Purgin wies die Berichte über Verstärkung aus Russland zurück. Kämpfer der Separatisten versuchten demnach, bei Nowoasowsk Teile der ukrainischen Nationalgarde einzukreisen. Auch der russische Außenminister Sergej Lawrow sagte erneut, Moskau habe weder Kämpfer noch Kriegsgerät über die Grenze geschickt.

Russland kündigt neuen Hilfskonvoi an

Zuvor hatte Russlands Außenminister Sergej Lawrow trotz massiver internationaler Kritik an russischen Hilfslieferungen für die Ost-Ukraine einen weiteren Konvoi angekündigt. Das Nachbarland sei bereits darüber informiert worden, sagte Lawrow bei einer Pressekonferenz in Moskau.

Die neuen Hilfslieferungen sollen noch diese Woche auf derselben Route wie der erste Konvoi fahren, sagte Lawrow. Zudem rief er die Ukraine und das Internationale Rote Kreuz auf, bei der erneuten Hilfsaktion mitzuarbeiten.

Russland hatte in der vergangenen Woche eigenmächtig mehr als 200 Lastwagen über die Grenze ins Krisengebiet rollen lassen. Sie hatten nach Darstellung Russlands Hilfsgüter wie Wasser oder Babynahrung geladen. Der Schritt stieß in der Ukraine, im Westen und bei den Vereinten Nationen auf Kritik.

Ukraine fürchtet Waffenlieferungen

Die ukrainische Regierung hatte die Befürchtung geäußert, dass mit dem Konvoi neue Waffen an die pro-russischen Separatisten geliefert werden sollten. Die USA hatten Russland daraufhin mit Konsequenzen gedroht, wenn die Lastwagen nicht umgehend das Land wieder verließen. Die letzten Lastwagen fuhren am Samstag wieder nach Russland zurück.

Die humanitäre Krise im Osten des Landes solle auch beim Gipfeltreffen der Eurasischen Zollunion in Minsk an diesem Dienstag mit dem ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko besprochen werden, sagte der Minister.

Russland sei bereit, in jedem beliebigen Format zu einer Lösung der Ukraine-Krise beizutragen, betonte Lawrow. Auch Treffen mit Frankreich und Deutschland, der EU und den USA seien möglich, sagte er. Russland sei überdies bereit zu einer Harmonisierung der Wirtschaftsbeziehungen zwischen der Ukraine und der Eurasischen Zollunion bestehend aus Russland, Weißrussland und Kasachstan.

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