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Ukraine-Krise: Attacke auf Flughafen - Leichenfunde in Donezk

Kämpfe um Donezk  

Viele Tote bei Attacke auf Flughafen

29.09.2014, 16:58 Uhr | AP, dpa, AFP

Bei Kämpfen mit prorussischen Separatisten im Osten der Ukraine sind nach Armeeangaben in den vergangenen 24 Stunden neun Soldaten getötet und 27 weitere verletzt worden.

Die Separatisten sprachen von fünf toten Kämpfern in den eigenen Reihen und von acht Verletzten. Die Stadtverwaltung von Donezk berichtete in einer Mitteilung von drei getöteten Zivilisten und mehreren Verletzten. Die Lage in der Region sei gespannt, hieß es in der Mitteilung des Stadtrats. In vielen Vierteln sei Feuer aus schweren Waffen zu hören.

Der ukrainische Militärsprecher Andrej Lyssenko sagte, die Rebellen hätten am Sonntag erneut versucht, den Flughafen der Großstadt Donezk zu erobern. Dabei sei ein gepanzertes Fahrzeug getroffen und mehrere Fallschirmspringer getötet worden.

Separatisten finden rund 400 Leichen

Unterdessen haben die Separatisten im Gebiet Donezk nach eigenen Angaben Gräber mit rund 400 Leichen entdeckt. Bei den meisten Toten handle es sich um Zivilisten, sagte Separatistenführer Andrej Purgin nach Angaben der Agentur Interfax. Viele seien derartig zugerichtet, dass sie nicht einfach identifiziert werden könnten. Die Gräber befänden sich in Gebieten, die zuvor von der ukrainischen Armee kontrolliert worden waren, sagte Purgin.

Eine unabhängige Bestätigung der Zahl gab es zunächst nicht. Die Führung in Kiew hält die Darstellung der moskautreuen Separatisten für Propaganda und "russische Lügen", mit denen das ukrainische Militär nach dem Rückzug in schlechtes Licht gerückt werden soll.

Die Aufständischen hatten bereits in den vergangenen Tagen von "Massengräbern" im Konfliktgebiet berichtet, die Zahl der Toten war aber unklar. In Russland lösten die Nachrichten aus der Ostukraine große Besorgnis im Parlament aus. Politiker und Diplomaten sprachen von "Kriegsverbrechen" und forderten eine internationale Untersuchung.

Brüchige Waffenruhe

Die ukrainische Regierung hatte sich am 20. September bei Verhandlungen in Minsk mit den prorussischen Milizen auf einen Neun-Punkte-Plan geeinigt, der eine Waffenruhe und die Einrichtung einer Pufferzone entlang der Frontlinie vorsieht. Präsident Petro Poroschenko besteht weiter darauf, dass sein Friedensplan funktioniert. Die Bevölkerung sieht dies aber mit großer Skepsis.

Zwar gab es Fortschritte beim Rückzug der Truppen beider Seiten aus der geplanten demilitarisierten Zone, doch gibt es immer wieder Gefechte rund um Donezk. Im Fokus des Konflikts steht der Flughafen der Stadt, der trotz wiederholter Angriffe der Rebellen weiter in der Hand der Regierungstruppen ist.

Insgesamt sind bei den Kämpfen seit April mindestens 3500 Menschen ums Leben gekommen.

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