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Ukraine-Krise: Putin ordnet massiven Truppenabzug an

Signal der Entspannung  

Putin befiehlt Truppenrückzug an russisch-ukrainischer Grenze

12.10.2014, 13:40 Uhr | rtr, dpa, AFP

Ukraine-Krise: Putin ordnet massiven Truppenabzug an. Im Streit um Soldaten an der ukrainischen Grenze lenkt Russlands Präsident Putin nun offenbar ein. (Quelle: Reuters)

Im Streit um Soldaten an der ukrainischen Grenze lenkt Russlands Präsident Putin nun offenbar ein. (Quelle: Reuters)

Kremlchef Wladimir Putin hat den Abzug von mehr als 17.000 russischen Soldaten aus der Grenzregion zur Ukraine befohlen und damit Hoffnungen auf ein Ende des blutigen Konflikts genährt. Die Manöver im Gebiet Rostow seien abgeschlossen, teilte Putins Sprecher Dmitri Peskow mit.

Mit dem Rückzug der Truppen kommt Moskau einer zentralen Forderung des Westens und der Regierung in Kiew nach.

Die ukrainische Regierung und der Westen hatten die Stationierung russischer Truppen in der Nähe der Konfliktregion als Provokation kritisiert und mehrfach einen Rückzug gefordert.

Hoffnung auf Entspannung

Beobachter werten den jetzt angekündigten Abzug als Signal der Entspannung. Die EU und die USA haben Russland wegen des Ukraine-Konflikts mit scharfen Sanktionen unter Druck gesetzt. Moskau kritisierte die Strafmaßnahmen als unrechtmäßig und antwortete seinerseits mit Sanktionen, wie einem Importstopp für Lebensmittel aus der EU und den USA.

Russland hatte im April inmitten der eskalierenden Gewalt zwischen ukrainischen Regierungstruppen und prorussischen Separatisten mit den Militärübungen nahe der Grenze zur Ostukraine begonnen. Immer wieder hatte es Berichte über russische Kämpfer in den Reihen der moskautreuen Separatisten und über Waffenlieferungen über die Grenze gegeben - Berichte, die der Kreml stets zurückgewiesen hat.

Kämpfe in Krisenregionen dauern an

Mit Putins Schritt ist der Konflikt nicht entschärft. Eine Anfang September in der Unruheregion beschlossene Feuerpause hat sich von Beginn an als brüchig erwiesen. Der Stadtrat von Donezk berichtete am Sonntag von vier bei Beschuss getöteten Zivilisten innerhalb von 24 Stunden. Das ukrainische Militär und die Aufständischen werfen sich gegenseitige Angriffe vor.

Über eine dauerhafte Friedenslösung will der ukrainische Präsident Petro Poroschenko mit Putin Ende der Woche beim europäisch-asiatischen Gipfeltreffen in Mailand verhandeln. Dabei soll es nach Angaben aus Kiew auch um den Gasstreit mit Russland gehen. Poroschenko sagte nach Angaben des Präsidialamtes in Kiew, eine Einigung im Gaskonflikt stehe kurz bevor. Russland verlangt von der Ukraine Rückzahlungen von Geldern in Milliardenhöhe

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