Sie sind hier: Home > Politik > Specials > Krise in der Ukraine >

Ukraine-Krise: Bundeswehr-Soldat kämpft für Separatisten

Fahnenflucht in die Ostukraine  

Desertierter Bundeswehrsoldat kämpft für Separatisten

16.10.2014, 15:01 Uhr | t-online.de, AFP

Ukraine-Krise: Bundeswehr-Soldat kämpft für Separatisten. Begreifen sich als Elitesoldaten: Fallschirmjäger haben eine besonders harte Ausbildung hinter sich, ihre Kampfkraft gilt als hoch (Quelle: dpa)

Begreifen sich als Elitesoldaten: Fallschirmjäger haben eine besonders harte Ausbildung hinter sich, ihre Kampfkraft gilt als hoch (Quelle: dpa)

Ein desertierter Bundeswehrsoldat hat sich offenbar den prorussischen Separatisten in der Ostukraine angeschlossen. Das Bundesverteidigungsministerium bestätigte den Verdacht auf Fahnenflucht. Einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" zufolge setzte sich der Soldat wahrscheinlich in die Ukraine ab, um dort die prorussischen Separatisten zu unterstützen. Er gehört einer Art Eliteeinheit der Bundeswehr an.

Die Zeitung berief sich auf eine interne Meldung zu dem Vorgang, die angeblich seit Tagen für Aufregung in der Truppe sorgt. Demnach war der Fallschirmjäger kürzlich zunächst für zwei Wochen krank geschrieben und anschließend "nicht zum Dienst erschienen". Seitdem fehle auch seine Gefechtsausrüstung, hieß es weiter. Ein Zeuge gab demnach an, dass der Flüchtige bereits an Gefechten in der Ukraine teilgenommen habe. Dem Bericht zufolge gehört er zu den Fallschirmjägern in Seedorf in Niedersachsen.

Ein Sprecher des Bundesverteidigungsministeriums bestätigte einen Fall "eigenmächtiger Abwesenheit mit Verdacht auf Fahnenflucht" bei der Division Schnelle Kräfte, zu der auch die Fallschirmjäger in Seedorf gehören. Die Staatsanwaltschaft Stade habe Ermittlungen aufgenommen.

Bis zu fünf Jahre Freiheitsentzug

Den Ministeriumsangaben zufolge ist Fahnenflucht in der Bundeswehr selten. Bei rund 185.000 Soldaten seien im vergangenen Jahr sieben und in diesem Jahr bislang fünf Fahnenflüchtige gezählt worden. Fahnenflucht kann in Deutschland mit bis zu fünf Jahren Freiheitsentzug bestraft werden.

Nach Informationen der "SZ" trat der aus dem Gebiet der ehemaligen Sowjetunion stammende Deutsche vor zwei Jahren in die Bundeswehr ein und verpflichtete sich für vier Jahre. Demnach nahm er bei der Fahnenflucht keine Schusswaffe der Bundeswehr mit. Kontaktversuche seien bislang erfolglos geblieben.

In der Ostukraine kämpfen die Separatisten gegen ukrainische Soldaten. Mutmaßlich werden die Aufständischen dabei von Russland unterstützt. Eine kürzlich zwischen den Konfliktparteien vereinbarte Waffenruhe wird in der Region um den Flughafen von Donezk immer wieder gebrochen.

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail


shopping-portal
Das Unternehmen
  • Ströer Digital Publishing GmbH
  • Unternehmen
  • Jobs & Karriere
  • Presse
Weiteres
Netzwerk & Partner
  • Stayfriends
  • Erotik
  • Routenplaner
  • Horoskope
  • billiger.de
  • t-online.de Browser
  • Das Örtliche
  • DasTelefonbuch
  • Erotic Lounge
  • giga.de
  • desired.de
  • kino.de
  • Statista
Telekom Tarife
  • DSL
  • Telefonieren
  • Magenta TV
  • Mobilfunk-Tarife
  • Datentarife
  • Prepaid-Tarife
  • Magenta EINS
Telekom Produkte
  • Kundencenter
  • Magenta SmartHome
  • Telekom Sport
  • Freemail
  • Telekom Mail
  • Sicherheitspaket
  • Vertragsverlängerung Festnetz
  • Vertragsverlängerung Mobilfunk
  • Hilfe
© Ströer Digital Publishing GmbH 2018