Sie sind hier: Home > Politik > Specials > Krise in der Ukraine >

Ukraine bereitet sich auf Kampfeinsatz vor

Verstärkte russische Militärpräsenz  

Ukrainische Armee bereitet sich auf "den Kampf" vor

13.11.2014, 08:39 Uhr | dpa, AFP

Ukraine bereitet sich auf Kampfeinsatz vor. Ein Panzer der prorussischen Rebellen in der Ostukraine. (Quelle: Reuters)

Ein Panzer der prorussischen Rebellen in der Ostukraine. (Quelle: Reuters)

Im Ukraine-Konflikt wächst die Sorge vor einer erneuten Eskalation der Kämpfe im Osten des Landes. Die ukrainische Regierung erklärte, die Armee bereite sich auf neue Kampfeinsätze in den von den Rebellen kontrollierten Gebieten vor. Nach Angaben der Nato drangen weitere "russische Kampftruppen" in die Ukraine ein - was Moskau bestritt. Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) warnte vor weiterer Aufrüstung.

"In den vergangenen zwei Tagen haben wir dasselbe gesehen, was die OSZE berichtet: Wir haben Kolonnen russischer Ausrüstung gesehen, vor allem russische Panzer, russische Artillerie, russische Luftabwehrsysteme und russische Kampftruppen, die in die Ukraine gebracht werden", sagte der Nato-Oberkommandeur, der US-General Philip Breedlove.

Grenze "völlig porös"

Die genaue Anzahl der Einheiten sei unklar, doch bestünde Einigkeit, dass es "zahlreiche Kolonnen" seien. Die Grenze Russlands zur Ukraine sei "völlig porös" und "weit offen", sagte Breedlove. "Einheiten, Geld, Hilfen, Ausrüstung, Waffen fließen völlig unkontrolliert hin und zurück über die Grenze, und das ist keine gute Situation."

UMFRAGE
Die Nato verzeichnet ein "ungewöhnliches Ausmaß" an militärischen Aktivitäten Russlands. Machen Sie sich deshalb Sorgen?

Die Beobachtungsmission der OSZE hatte am Dienstag von einem Konvoi von Militärlastwagen ohne Kennzeichnung berichtet, die mit fünf schweren Artilleriegeschützen und fünf Raketenwerfern in Richtung der Rebellenhochburg Donezk fuhr. Bereits in den Tagen davor hatten OSZE-Beobachter und Journalisten verschiedentlich über große Militärkonvois auf dem Weg zur Frontlinie berichtet.

Nach Einschätzung der Organisation erzielten die Separatisten zuletzt deutliche Geländegewinne. "Wenn man sich anschaut, wo die Positionen beider Seiten im September waren und wenn man das mit dem vergleicht, wo sie jetzt sind, dann sieht man, dass sich die Linie in Richtung Westen verschoben hat", sagte OSZE-Generalsekretär Lamberto Zannier in Brüssel. In einigen Gebieten habe sich die Linie um Dutzende Kilometer verschoben. 

Moskau: "Antirussische" Stimmungsmache

Die russische Regierung wies diese Vorwürfe zurück. Die Berichte über eine russische Militärpräsenz in der Ostukraine entbehrten jeglicher Grundlage, erklärte das Verteidigungsministerium. Minister Sergej Schoigu warf der Nato eine "antirussiche" Stimmungsmache vor.

Der ukrainische Verteidigungsminister Stepan Poltorak sagte derweil bei einer Kabinettssitzung in Kiew, die Ukraine müsse sich "auf den Kampf" vorbereiten. Die Separatisten und Russland würden ihre Einheiten verstärken, deshalb müsse sich Kiew auf "unvorhersehbare Handlungen" vorbereiten.

In Donezk gab es bei Gefechten zwischen der Armee und Aufständischen am Mittwoch mindestens fünf Tote. Örtliche Rundfunksender sprachen von den heftigsten Kämpfen seit Tagen. Insbesondere am geschlossenen Flughafen sei Artilleriebeschuss zu hören. Die Aufständischen bezifferten die Sachschäden seit Beginn der Gefechte im April auf rund 65 Millionen Euro allein in Donezk.

Steinmeier warnt vor weiterer Aufrüstung

Bundesaußenminister Steinmeier warnte eindringlich vor einer weiteren Aufrüstung. Es gebe Hinweise, "dass die Separatisten sich jedenfalls darauf vorbereiten, auch größere gewaltsame Auseinandersetzungen zu bestehen", sagte er in Berlin. 

Die Regierung in Kiew und der Westen werfen Moskau seit Monaten vor, die prorussischen Separatisten mit Waffen und Kämpfern zu unterstützen.

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail


shopping-portal
Das Unternehmen
  • Ströer Digital Publishing GmbH
  • Unternehmen
  • Jobs & Karriere
  • Presse
Weiteres
Netzwerk & Partner
  • Stayfriends
  • Erotik
  • Routenplaner
  • Horoskope
  • billiger.de
  • t-online.de Browser
  • Das Örtliche
  • DasTelefonbuch
  • Erotic Lounge
  • giga.de
  • desired.de
  • kino.de
  • Statista
Telekom Tarife
  • DSL
  • Telefonieren
  • Magenta TV
  • Mobilfunk-Tarife
  • Datentarife
  • Prepaid-Tarife
  • Magenta EINS
Telekom Produkte
  • Kundencenter
  • Magenta SmartHome
  • Magenta Sport
  • Freemail
  • Telekom Mail
  • Sicherheitspaket
  • Vertragsverlängerung Festnetz
  • Vertragsverlängerung Mobilfunk
  • Hilfe
© Ströer Digital Publishing GmbH 2019