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NSU-Prozess: Uwe Mundlos zu DDR-Zeiten an RAF interessiert

Schon zu DDR-Zeiten  

Uwe Mundlos laut NSU- Zeuge an der RAF interessiert

12.03.2015, 15:59 Uhr | dpa

Der mutmaßliche NSU-Terrorist Uwe Mundlos hat sich nach Aussage eines Schulfreundes schon zu DDR-Zeiten für die terroristische "Rote Armee Fraktion" (RAF) interessiert. Im Münchner NSU-Prozess sagte der Mann als Zeuge, Mundlos habe wohl Bücher über die westdeutschen Linksterroristen gelesen und ihm viel darüber erzählt.

"Es ging hauptsächlich um das Thema, wie man untertaucht." Für einen DDR-Jugendlichen sei das ungewöhnlich gewesen.

Politisch sei Mundlos für seine ablehnende Einstellung zum DDR-Staat und zur Partei bekannt gewesen. Gegenüber Lehrern habe er regelrecht provoziert. Bis zum Ende der Schulzeit habe er sich immer weiter nach rechts entwickelt und radikalisiert.

Zschäpe: selbstbewusst und "vulgär"

Der Zeuge sagte, er habe auch Beate Zschäpe kennengelernt, die er als auffallend selbstbewusst und im Umgang mit Männern als "vulgär" beschrieb.

Zschäpe ist die Hauptangeklagte im NSU-Prozess. Die Bundesanwaltschaft wirft ihr die Beteiligung an der Mordserie des "Nationalsozialistischen Untergrunds" und zwei Sprengstoffanschlägen vor. 

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