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Ukraine-Krieg: 16 Tote bei russischem Angriff auf Markt und Geschäfte


16 Tote bei russischem Angriff auf Marktplatz in der Ostukraine

Von dpa
Aktualisiert am 07.09.2023Lesedauer: 1 Min.
Russischer Rakete: Der Einschlag traf einen belebten Markt am helllichten Tag. (Quelle: Glomex)
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Die Ostukraine ist besonders häufig Opfer von russischen Angriffen. Jetzt starben dort viele Zivilisten, als sie gerade einkaufen gingen.

Durch russischen Beschuss eines Marktplatzes in der ostukrainischen Stadt Kostjantyniwka sind offiziellen Angaben insgesamt 16 Menschen ums Leben gekommen, 33 wurden nach ukrainischen Behördenangaben verletzt, viele davon schwer. "Darunter ist auch ein Kind", teilte Ministerpräsident Denys Schmyhal auf Telegram mit. Am Vortag war von 17 Toten und 32 Verletzten die Rede. Donnerstagmittag korrigierte die ukrainische Polizei ihre Angabe.

Auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bestätigte den russischen Angriff und die vielen Todesopfer in der Stadt im Gebiet Donezk. "Ein normaler Markt. Geschäfte. Eine Apotheke. Menschen, die nichts Falsches getan haben", schrieb er und sprach den Angehörigen der Opfer sein Beileid aus. Die Zahl der Opfer könne noch weiter steigen. Selenskyj sprach von der "Unverschämtheit des Bösen".

Selenskyi veröffentlicht Video des Anschlags

Der Staatschef veröffentlichte auch ein kurzes Video, das den Moment der Explosion in dem belebten Viertel zeigen soll. Außerdem zeigte er Fotos von beschädigten Häuserfassaden, Blutlachen auf dem Boden und Rettungskräften, die Flammen löschen. Was genau für ein Geschoss einschlug, war zunächst unklar. Einige lokale Medien gingen von einer S-300-Rakete aus.

Kostjantyniwka liegt nur knapp 20 Kilometer südwestlich der Stadt Bachmut, die die Russen im Zuge ihres Angriffskriegs vor wenigen Monaten besetzt haben, und wurde immer wieder zum Ziel russischer Angriffe. Erst im Juli warf die Ukraine Russland einen Streubombeneinsatz in Kostjantyniwka vor, bei dem ein Kind getötet wurde. Auch davor wurden in der ukrainisch kontrollierten Stadt immer wieder Zivilisten durch russische Angriffe getötet.

Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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