Sie sind hier: Home > Panorama > Wissen > Archäologie >

Chaos in Italien: Geht Pompeji zum zweiten Mal unter?

Chaos in Italien: Geht Pompeji zum zweiten Mal unter?

01.12.2010, 14:59 Uhr | t-online.de

Chaos in Italien: Geht Pompeji zum zweiten Mal unter?. Nur noch ein Haufen Schutt: Das Gladiatorenhaus in Pompeji (Foto: imago/Granata Images)

Nur noch ein Haufen Schutt: Das Gladiatorenhaus in Pompeji (Foto: imago/Granata Images)

Nach dem Zusammenbruch eines 2000 Jahre alten Hauses in Pompeji kochen die Italiener vor Wut: Die Zeitung "La Repubblica" nennt die Vernachlässigung des UNESCO-Erbes einen "Weltskandal", andere sprechen von einer "nationalen Schande". Der italienische Kulturminister Sandro Bondi warnt schon vor weiteren Schäden. Wie kann man verhindern, dass Pompeji ein zweites Mal untergeht? Viele glauben, man muss die antike Stadt privatisieren, um sie zu retten.

Weitere Nachrichten und Links

Der Einsturz des "Gladiatorenhauses" von Pompeji hat viele Italiener schockiert. In dem antiken Gebäude sollen die Berufskämpfer trainiert haben, bevor sie sich im nahe gelegenen Amphitheater ihrem Schicksal stellten. Die Stadt wurde im Jahre 79 durch einen Vulkanausbruch unter einer Ascheschicht begraben und so für die Nachwelt konserviert. Was Jahrtausende nicht geschafft haben, besorgte jetzt starker Regen - und die Schlamperei der Regierung: Das Gebäude mit seinen kostbaren Fresken kollabierte.

Unfähige Beamte, zu wenig Geld

Nach einem Bericht von "La Repubblica" hat die Regierung unfähige Beamte eingesetzt und außerdem das Budget zur Erhaltung der weltberühmten Sehenswürdigkeit in den vergangenen Jahren um 1,2 Millionen Euro zusammengestrichen. Das Gladiatorenhaus, eines der am besten erhaltenen Gebäude der untergegangenen Stadt, ist ein Sinnbild für den maroden Zustand der Anlage.

Kultur-Staatssekretär Roberto Cecchi beklagt, in Pompeji gebe es seit 50 Jahren keine nachhaltige Denkmalpflege mehr, berichtet die "New York Times". Die Wirtschaftszeitung "Il Sole 24 Ore" sieht, wie viele Experten, nur eine Lösung: "Weil Pompeji der Menschheit gehört, sollte es jenem Staat weggenommen werden, der sich als unfähig erwiesen hat, es zu beschützen." Ein privater Sponsor, der am Stadteingang sein Logo platzieren könne, müsse das Welterbe retten.

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
Samsung Galaxy S9 nur 1 €* im Tarif MagentaMobil L
von der Telekom
Klingelbonprix.detchibo.deCECILStreet OneLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal
Das Unternehmen
  • Ströer Digital Publishing GmbH
  • Unternehmen
  • Jobs & Karriere
  • Presse
Weiteres
Netzwerk & Partner
  • Stayfriends
  • Erotik
  • Routenplaner
  • Horoskope
  • billiger.de
  • t-online.de Browser
  • Das Örtliche
  • DasTelefonbuch
  • Erotic Lounge
  • giga.de
  • desired.de
  • kino.de
  • Statista
Telekom Tarife
  • DSL
  • Telefonieren
  • Magenta TV
  • Mobilfunk-Tarife
  • Datentarife
  • Prepaid-Tarife
  • Magenta EINS
Telekom Produkte
  • Kundencenter
  • Magenta SmartHome
  • Telekom Sport
  • Freemail
  • Telekom Mail
  • Sicherheitspaket
  • Vertragsverlängerung Festnetz
  • Vertragsverlängerung Mobilfunk
  • Hilfe
© Ströer Digital Publishing GmbH 2018