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Massengrab aus dem Dreißigjährigen Krieg geöffnet

Massengrab aus dem Dreißigjährigen Krieg geöffnet

24.03.2012, 09:48 Uhr | dpa

Massengrab aus dem Dreißigjährigen Krieg geöffnet. Ein Archäologe fördert zwei Skelette aus einem Massengrab des Dreißigjährigen Krieges zu Tage (Quelle: dapd)

Ein Archäologe fördert zwei Skelette aus einem Massengrab des Dreißigjährigen Krieges zu Tage (Quelle: dapd)

Die Schlacht bei Lützen war eine der blutigsten des Dreißigjährigen Krieges. 380 Jahre später entdeckten Archäologen dort ein Massengrab: "Wir gehen von mindestens 75 Toten aus, welche eng beieinander liegend in mehreren Schichten bestattet wurden," sagte Susanne Friedrich.

Die Archäologen hatten das Massengrab im August 2011 auf der Grundlage historischer Quellen des 17. und 18. Jahrhunderts entdeckt.

Herkunft der Toten soll geklärt werden

Das Grab im heutigen Sachsen-Anhalt ist 1,10 Meter tief und sechs mal sieben Meter groß. Experten werden es akribisch freilegen, kündigte Friederich an. Die Toten seien wahrscheinlich ohne Kleidung, Waffen und persönliche Gegenstände bestattet worden.

"Mit Hilfe anthropologischer Methoden werden Alter, Verwundungen, Todesursachen und Krankheiten der Toten bestimmt", sagte die Wissenschaftlerin. Zudem soll unter anderem mit einer sogenannten Isotopenanalyse die geografische Herkunft der Menschen geklärt werden. Historisch belegt sei, dass in Lützen neben Deutschen und Schweden auch Finnen und Schotten kämpften.

Bis zu 10.000 Soldaten bei Lützen gefallen

Die Schlacht bei Lützen 1632, in der kaiserliche Truppen unter dem Oberbefehl Wallensteins und schwedische Truppen gegeneinander kämpften, war eine der verlustreichsten des Dreißigjährigen Krieges (1618 bis 1648). Schätzungsweise fielen insgesamt 6500 bis 10.000 Soldaten. Auch Schwedenkönig Gustav II. Adolf (1594 bis 1632) wurde in der Schlacht tödlich verwundet.

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