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Spektakulärer Fund in Ägypten: Rund 50 Mumien im Tal der Könige entdeckt

Spektakulärer Fund in Ägypten  

Rund 50 Mumien im Tal der Könige entdeckt

29.04.2014, 11:16 Uhr | CK, t-online.de, AFP

Spektakulärer Fund in Ägypten: Rund 50 Mumien im Tal der Könige entdeckt. Mumifizierte Überreste in der Ruhestätte im Tal der Könige. (Quelle: Matjaz Kacicnik, Universität Basel/Ägyptologie)

Mumifizierte Überreste in der Ruhestätte im Tal der Könige. (Quelle: Matjaz Kacicnik, Universität Basel/Ägyptologie)

Eigentlich gilt das ägyptische Tal der Könige als gut erforscht - schon seit Jahrhunderten finden hier Ausgrabungen statt. Umso erstaunlicher ist deshalb der Fund, den Archäologen nun dort machten: Sie entdeckten eine bislang unbekannte Grabstätte mit rund 50 Mumien oder Mumienteilen. Darunter seien zahlreiche Prinzessinnen und Prinzen der XVIII. Pharaonen-Dynastie, die von 1550 bis 1292 vor Christus das Land am Nil beherrschte, teilte das Antikenministerium in Kairo mit.

Die Entdeckung bei einer gemeinsamen Ausgrabungskampagne mit Forschern der Schweizer Universität Basel ist auch deshalb bemerkenswert, weil sich auch bislang unbekannte Prinzessinnen unter den Beigesetzten befinden und namentlich identifiziert werden konnten. Bei den Toten handelt es sich den Basler Ägyptologen zufolge hauptsächlich um Familienmitglieder der Pharaonen Thutmosis IV. und Amenhotep III., die im 14. Jahrhundert v. Chr. regierten.

Viele mumifizierte Babys und Kleinkinder

"Wir fanden auffallend viele aufwendig mumifizierte Neugeborene und Kleinkinder, die sonst eher einfach bestattet wurden", erklärte die Ägyptologin Prof. Susanne Bickel. "Wir vermuten, dass die Mitglieder des königlichen Haushalts über einen Zeitraum von mehreren Jahrzehnten in diesem Grab beigesetzt worden sind."

Neben hölzernen Sakrophagen wurden den Angaben zufolge auch Totenmasken und Kanopengefäße gefunden, in denen die inneren Organe der Toten nach deren Mumifizierung aufbewahrt wurden. Die Schweizer Forscher konnten bei der Untersuchung der Inschriften etwa 30 Tote identifizieren, wie Antikenminister Mohammed Ibrahim erklärte.

Grab wurde mehrfach geplündert

Das Grab sei in der Antike und vermutlich Ende des 19. Jahrhunderts mehrmals ausgeraubt worden, so die Basler Ägyptologen. Offenbar fand hier auch ein Großbrand statt, der durch die Fackeln der Grabräuber ausgelöst wurde. Angesichts dieser Verwüstungen ist es umso bemerkenswerter, dass die Mumien noch zu einem großen Teil identifiziert werden konnten.

Bereits seit drei Jahren arbeiten die Schweizer Forscher an der Grabanlage. Von außen habe nur eine Senke im Boden auf die Existenz eine Schachtgrabes hingedeutet. Über den Grundriss der Ruhestätte sei bislang genauso wenig bekannt gewesen wie darüber, für wen sie angelegt und wer darin beigesetzt wurden.

Die Nekropole befindet sich am Nordostende des Tals der Könige, von dem Forscher eigentlich bereits alle Geheimnisse zu kennen glaubten.

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