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Auktionen: Nachkomme zahlt 4,8 Millionen Euro für Säbel Napoleons

Napoleons Säbel versteigert  

Nachkomme zahlt 4,8 Millionen Euro

11.06.2007, 13:53 Uhr | AFP, dpa

In Frankreich ist der letzte Säbel Napoleons in Privatbesitz für 4,8 Millionen Euro versteigert worden. Mehr als 200 Jahre nach der Schlacht bei Marengo erbrachte der prunkvolle Schmucksäbel, den der Feldherr und spätere Kaiser der Franzosen damals trug, bei einer Auktion in Fontainebleau bei Paris am Sonntag das Vierfache des Mindestschätzpreises.

Rekordpreis für Napoleon-Souvenir
Nach Angaben des Auktionshauses Osenat handelte es sich um einen Rekordpreis sowohl für Napoleon-Souvenirs als auch für Waffen. Das unter Denkmalschutz gestellte Stück ging an einen Nachkommen von Napoléon Bonapartes Bruder Jérôme, dem damaligen König von Westfalen.



Versteigerung auf Kaisersitz
Die reich verzierte Hieb- und Stichwaffe trägt die Aufschrift "Sabre de Napoléon le Grand à la bataille de Marengo" ("Säbel von Napoléon dem Großen bei der Schlacht von Marengo"). Bei dem Waffengang in Norditalien hatten die Truppen Napoléon Bonapartes am 14. Juni 1800 die österreichische Armee entscheidend geschlagen, obwohl die Schlacht schon verloren schien. Der Säbel war vor der Versteigerung am einstigen Kaisersitz Fontainebleau auf 1,2 bis 1,5 Millionen Euro taxiert worden.

Mit dem Säbel in die entscheidende Schlacht
Der Legende nach war Napoleon mit seinem Säbel in der Hand zur Front gezogen, um seinen Soldaten angesichts einer drohenden Niederlage Mut zu machen. Die 97 Zentimeter lange Waffe hatte ihm sein Bruder Jérôme geschenkt.




Klinge aus Solinger Stahl, Griff aus Elfenbein
Die "sehr schöne, geschwungene Damaszener-Klinge" besteht nach Angaben des Auktionshauses vermutlich aus Solinger Stahl. Der Griff der Waffe ist aus Elfenbein. Hergestellt wurde der Säbel von der Versailler Manufaktur nach einem Entwurf von Nicolas Noël Boutet. Seit den Tagen Napoleons waren der Säbel und die mit ihm zusammen angebotene Scheide aus Holz und Leder stets im Familienbesitz geblieben. Neben der Waffe versteigerte Osenat auch einen Gehstock des Herrschers aus seiner Verbannungszeit auf Sankt Helena und eine Haarlocke seiner Frau Joséphine.

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