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Australier finden lang vermisstes Super-Kriegsschiff

Legendäres Gefecht zwischen der "Kormoran" und der "Sydney"  

Australier finden lang vermisstes Kriegsschiff

17.03.2008, 08:30 Uhr | dpa

Die lange Suche nach der "HMAS Sydney" hat ein Ende (Quelle: Reuters)Die lange Suche nach der "HMAS Sydney" hat ein Ende (Quelle: Reuters) Kurz nachdem eine Suchmannschaft den deutschen Kreuzer "Kormoran" vor Australien aufgespürte, hat sie auch dessen Angriffsziel auf dem Meeresgrund gefunden: das legendäre australische Kriegsschiff "HMAS Sydney". Es war vor mehr als 66 Jahren mit 645 Mann an Bord gesunken - der Verlust war die größte Katastrophe in der Geschichte der australischen Marine. In den vergangenen Jahrzehnten hatten Wracksucher immer wieder vergeblich nach der "Sydney" gesucht.

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"Wichtigster Fund aller Zeiten"

Am 19. November 1941 hatte die "Kormoran" den technisch überlegenen Marinekreuzer "Sydney" versenkt. Sie hatte sich als niederländischer Frachter getarnt und erst als Kriegsschiff zu erkennen gegeben, als die "Sydney" in Reichweite ihrer Torpedorohre war. Das Schiff wurde von dem Angriff völlig überrascht. Die gesamte Crew ertrank - eine Tragödie, die die australische Psyche jahrzehntelang schwer belastet. "Was die Marine und unsere Geschichte angeht, ist dies ohne Zweifel der wichtigste Fund aller Zeiten", sagte der Sprecher des Marineverbandes, Les Dwyer, am Montag.

"Kormoran" zuerst entdeckt

Auf der Suche nach dem australischen Wrack fanden die Sucher zuerst die "Kormoran": Premierminister Kevin Rudd hatte den Fund gestern bekanntgegeben. Das 167 Meter lange Wrack der "Kormoran" liegt in 2560 Metern Tiefe, rund 1800 Kilometer nördlich von Perth an der australischen Westküste. Es war bei dem Gefecht ebenfalls schwer beschädigt und von der Besatzung kurz danach versenkt worden. 317 ihrer 397 Seeleute überlebten und kamen in Kriegsgefangenschaft.

Wracks bleiben unberührt

Die Stiftung "Finding Sydney" war am 28. Februar mit dem Forschungsschiff "Geosounder" ausgelaufen. Die Expedition kostet etwa drei Millionen Euro. An Bord war unter anderem der erfahrene Wracksucher David Mearns. Er hatte den letzten Überlebenden der "Kormoran", Reinhold von Malapert, noch ein Jahr vor dessen Tod in Chile befragt. Malapert starb vergangenen April im Alter von 93 Jahren. Die Wracksucher wollen demnächst ein ferngesteuertes Vehikel zur "Sydney" herunterlassen, um Aufnahmen von den Überresten zu machen. Beide Wracks sollen aber unberührt am Meeresboden bleiben.

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