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Sumatra: Menschheit wäre bei Vulkanausbruch fast ausgestorben

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Historischer Vulkanausbruch auf Sumatra  

Menschheit wäre fast ausgestorben

13.07.2009, 20:59 Uhr | bew, t-online.de

Noch heute gibt es weltweit fast 2000 aktive Vulkane (Foto: dpa)Noch heute gibt es weltweit fast 2000 aktive Vulkane (Foto: dpa)

Die Menschheit stand vor ihrem Untergang: Beinahe wäre unsere Gattung vor 72.000 Jahren ausgestorben. US-Forscher fanden nun Beweise für eine lang umstrittene Theorie, wonach ein gigantischer Vulkanausbruch in Indonesien nur wenige tausend Menschen weltweit überleben ließ.

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Wie die Klimaforscher in der Fachzeitung „Journal of Geophysical Research“ berichten, wurde erstmals mit einer Computersimulation die Auswirkungen der Katastrophe nachgestellt. Sie waren gravierender als bislang vermutet.

Temperatur sank um 18 Grad

Dem Klimatologen Alan Robock von der Rutgers-Universität in New Jersey zufolge sank die Temperatur weltweit rapide um bis zu 18 Grad. Der vulkanische Winter brachte jahrelange Dürren und ein großes Tiersterben. Die folgende Nahrungsknappheit und die Kälte hätte der Menschheit beinahe ihre Existenz gekostet.

Heutige Menschen haben gemeinsame Vorfahren

Untermauert wird die Annahme durch die enge genetische Verwandtschaft der heute lebenden Menschen. Biochemikern zufolge habe es im Zeitraum nach der Toba-Eruption höchstens noch 10.000 Menschen in Afrika gegeben, von dem der moderne Homo sapiens abstammt.

Aschesschicht im Grönlandeis

Ein offensichtliches Indiz findet sich auch im Grönlandeis: Eine Ascheschicht die sich vor über 70.000 Jahren ablagerte, brachte Forscher bereits in den 1990er Jahren einen ersten Hinweis auf die Explosion eines Riesenvulkans. Die Supereruption spuckte demnach tausendmal mehr Asche als der nordamerikanische Mount St. Helens bei dessen Ausbruch 1980 aus.

Stärkste Eruption seit 500.000 Jahren

Wissenschaftler Stanley Ambrose von der Universität von Illinois stellte damals die Theorie der Katastrophe auf. Danach soll es die heftigste Eruption seit mindestens 500.000 Jahren gewesen sein. Eine gigantische Magmablase platzte und verteilte den tödlichen Ascheschleier über die Welt. Die Explosion ließ nichts von dem Supervulkan Toba auf Sumatra übrig: Heute füllt den Krater ein rund 100 Kilometer langer und 30 Kilometer breiter See.

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