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Königin Editha findet letzte Ruhe in Magdeburger Dom

Königin Editha findet letzte Ruhe in Magdeburger Dom

25.10.2010, 11:38 Uhr | dpa

 Königin Editha findet letzte Ruhe in Magdeburger Dom . Das Abbild von Königin Editha (910-946), der ersten Gemahlin Otto des Großen, auf der Grabplatte im Magdeburger Dom (Foto: dpa)

Das Abbild von Königin Editha (910-946), der ersten Gemahlin Otto des Großen, auf der Grabplatte im Magdeburger Dom (Foto: dpa) (Quelle: dpa)

Letzte Ruhe nach mehr als 1000 Jahren: Königin Editha (910-946), erste Gemahlin von Otto dem Großen, ist endgültig im Magdeburger Dom bestattet worden. Die Wiederbeisetzung ihrer vor knapp zwei Jahren überraschend gefundenen Gebeine wurde mit einem ökumenischen Festakt gefeiert. Dazu versammelten sich mehrere hundert Menschen in dem altehrwürdigen Gotteshaus.

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Im Anschluss an den zweistündigen Festakt im Dom konnten Besucher den Titansarg im offenen Sarkophag noch für rund zwei Stunden betrachten. Der eigentliche Sarg, in dem Edithas Überreste gefunden worden waren, konnte nicht mehr verwendet werden.

Schädel fehlte fast komplett

Die englische Königstochter Editha war mit 19 Jahren nach Magdeburg gekommen, um Otto den Großen zu heiraten - den späteren Kaiser des Heiligen Römischen Reiches. Als Brautgabe schenkte er ihr Magdeburg. Editha wurde vom Volk für ihre Großzügigkeit gegenüber den Armen und Kranken verehrt. Sie starb 36-jährig. König Otto I. (912- 973) heiratete erneut und wurde auch im Magdeburger Dom begraben.

Archäologen hatten ihre sterbliche Überreste Ende 2008 bei Ausgrabungen im Dom entdeckt. Wissenschaftler aus Deutschland und England hatten Knochen, Zähne und Textilien aufwendig einer Identitätsanalyse unterzogen.

Die damalige Grabinschrift nannte Editha als Bestattete und datierte die letzte Umbettung auf das Jahr 1510. Allerdings war das Skelett nicht komplett: Es wurden nur etwa 40 Knochen gefunden - Menschen haben aber rund 200. Edithas Schädel fehlte fast komplett. Die Forscher vermuten, dass Knochen als Reliquien abhandenkamen.

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