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Antarktis: Britische Forscher entdecken Vulkan

Westantarktis  

Forscher entdecken Vulkan

20.01.2008, 17:14 Uhr | AFP

Der Mount Manthe gehört zu den Hudson-Bergen in der Westantarktis - wo der Vulkan unter Eisschicht liegen soll (Foto: Alfred-Wegener-Institut)Der Mount Manthe gehört zu den Hudson-Bergen in der Westantarktis - wo der Vulkan unter Eisschicht liegen soll (Foto: Alfred-Wegener-Institut) Britische Wissenschaftler haben in der Westantarktis einen Vulkan entdeckt, der möglicherweise zum Abschmelzen von Gletschern beiträgt. Er liegt unter einer Eisschicht in den Hudson-Bergen nahe des riesigen Pine-Island-Gletschers. Zuletzt sei der Vulkan vor rund 2300 Jahren ausgebrochen, berichteten die Experten von der Britischen Antarktis-Forschungsgesellschaft BAS am Sonntag in der Fachzeitschrift "Nature Geoscience". "Wir glauben, dass es der größte Ausbruch in der Antarktis der vergangenen 10.000 Jahre war", sagte Hugh Corr, einer der Autoren der Studie.

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Ausbruch unter Eisdecke
Möglich wurde die Neuentdeckung durch Radaraufnahmen aus Flugzeugen heraus aus den Jahren 2004 und 2005, die auf große Asche- und Steinschichten in 100 bis 700 Meter Tiefe hindeuteten. Es handelte sich um das erste Indiz für einen Ausbruch unter der Eisdecke überhaupt. Die Eruption, die ein großes Loch in die Eisschicht sprengte, führte den Wissenschaftlern zufolge vermutlich zu einer örtlichen Gletscherschmelze und beeinflusste auch die Strömungen an benachbarten Gletschern.

Schmelzen Vulkane die Gletscher?
Die Hitze, die von dem Vulkan ausgeht, habe möglicherweise zu dem in den vergangenen Jahrzehnten stark zugenommenen Abschmelzen des Gletschereises in der Gegend beigetragen, sagte der zweite Autor der Studie, David Vaughan. Auch Forscher des Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung zogen bereits im Jahr 2006 in Betracht, dass vulkanische Aktivitäten die Temperatur unter dem Eisschild soweit erhöhen, dass die Gletscher schneller abfließen. Den weitaus größeren Effekt habe aber vermutlich die Erderwärmung, so Vaughan. Das generelle Dünnerwerden des Gletschereises in der Westantarktis könne nicht durch Vulkanhitze erklärt werden.

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