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Artenschutz: Hasen hoppeln wieder häufiger

Naturschutz  

Erfreuliche Hasenzählung

30.03.2006, 16:42 Uhr

Gute Nachrichten zu Ostern: Auf deutschen Feldern und Wiesen hoppeln wieder mehr Feldhasen. Pro Quadratkilometer tummeln sich 15 Tiere, vier Tiere mehr als noch im Jahr 2002. Zu diesem Ergebnis kommt das vom Deutschen Jagdschutz-Verband (DJV) initiierte Wildtier-Informationssystem. Dazu wurden mehr als 600 Gebieten ausgewertet. Noch im letzten Jahr hatte zum Osterfest eine bedrohliche Nachricht die Runde gemacht: Der Feldhase, hieß es, könnte in 20 Jahren ausgestorben sein. Nach wie vor steht er auf der roten Liste der Artenschützer. Die Bestände haben sich aber offensichtlich leicht erholt.

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Hasenmangel im Osten
Obwohl die Langohren überall in Deutschland heimisch sind, schwankt ihre Zahl je nach Region und Bundesland deutlich. Die Tieflandbereiche im Nordwesten, in der Mitte und im Süden Deutschlands sind besonders beliebt bei Feldhasen. An der Nordseeküste zum Beispiel geht es dem Hasen relativ gut. Hier ist ein Fressfeind der Nager, der Fuchs, seltener. Ostdeutschland hat dagegen im Schnitt eher geringe Bestände.

Hasenland Nordrhein-Westfalen
Nordrhein-Westfalen ist mit 35 Hopplern pro Quadratkilometer das Hasenland Nummer eins. Besonders viele Tiere gibt es am Niederrhein und im Westfälischen Tiefland. Nordrhein-Westfalens Landwirtschaftsminister Eckhard Uhlenberg (CDU) sagte, auf Grundlage der neuen Zählergebnisse müsse die Einstufung des Feldhasen als gefährdet auf der nordrhein-westfälischen Roten Liste in Frage gestellt werden. Außer in Nordrhein-Westfalen wurden wurden in Niedersachsen und Schleswig-Holstein am meisten Tiere (je 24 pro Quadratkilometer) gezählt. Spitzenreiter sind die Geest- und Marschregionen beider Bundesländer, das Niedersächsische Tiefland sowie das Untere Weserbergland.

Jagd geht zurück
Obwohl Naturschützer dagegen ankämpfen, gehört der Feldhase immer noch zu den Tieren, die gejagt werden dürfen. 450.000 Hasen sterben bundesweit durch die Flinte. Das sind aber immerhin nur halb so viele wie im Jahr 1984. Es ist nicht allein die Jagd, die Meister Lampe zu schaffen macht. Viele Hasen sterben im Straßenverkehr, außerdem ist der Nachwuchs durch die Landwirtschaft bedroht.

Landwirtschaft schadet den Jungtieren
Auf Flächen, die maximalen Ertrag bringen sollen, ist für Junghasen kein Platz. Die Nestflüchter ducken sich in eine Mulde, um sich vor Feinden zu verstecken. Ohne Äcker, auf denen im Frühling das Unkraut steht, oder Gebüsche am Feldrand sind die kleinen Hoppler ihren Feinden Fuchs und Bussard ausgeliefert. Außerdem finden Hasen auf gedüngten und von Unkraut befreiten Flächen immer weniger Nahrung. Fettreiche Wildkräuter und Gräser, die Hasen brauchen, um ihre Jungen zu versorgen, werden immer seltener.

Hasen mögen Öko
Für alle Freunde des Osterhasen hat Christian Magerl, Artenschutzreferent des Bunds Naturschutz in Südbayern, einen guten Tipp: "Kaufen Sie fürs Osterfest Nahrungsmittel aus biologischem Anbau." Untersuchungen beweisen, dass ökologisch bewirtschaftete Flächen artenreicher sind als Felder der konventionellen Landwirtschaft. Deshalb ist Christian Magerl überzeugt: "Unsere Hasen mögen Öko."

Ostereier

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