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Geologie: "Irgendwann ist Sylt weg"

Insel wird stetig umgeformt  

"Irgendwann ist Sylt weg"

30.09.2007, 12:10 Uhr | dpa

Aus Expertensicht ist die Nordseeinsel Sylt dem Untergang geweiht - allerdings erst in einigen tausend Jahren. "Es wird so weit kommen, dass die Insel irgendwann weg ist", sagt der Sylter Geologe Ekkehard Klatt.

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Pausenlose Umformungen
In den vergangenen 9000 Jahren hat Sylt nach seinen Erkenntnissen einen etwa acht Kilometer breiten Küstenstreifen an Sand verloren. Rund ein bis zwei Meter der Insel gehen pro Jahr verloren. Die Erklärung des Experten: Sylt ist ein "Splitter aus der eiszeitlichen Vergangenheit" und dabei, durch Ebbe und Flut sowie die pausenlose Sandverdriftung umgeformt zu werden.

Aufspülungen kein Allheilmittel
Um dem entgegenzuwirken, seien Sandaufspülungen ein Schritt in die richtige Richtung, betont Klatt, der auf der beliebten Ferieninsel geologische Führungen anbietet. Doch ein Allheilmittel ist es auch nicht: "Der vergangene Winter hat jedoch belegt, dass wir die Abtragung trotz Hilfe nicht zum Stillstand bringen."

Weniger Bäume abholzen
Um die Erderwärmung zu verlangsamen, müsse vor allem das Abholzen des Regenwaldes und der Wälder in Skandinavien aufhören. "Die Bäume fangen das CO2 auf", erklärt Klatt. "Wir könnten sofort alle Industrieanlagen abschalten und die Autos stehen lassen, es würde nur wenig bringen. Es geht um die Bilanz", hebt er hervor. Das Abholzen der Wälder habe einen zehnmal so hohen Einfluss auf die Klimaveränderungen. #


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