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Gewaltige Sternenexplosion bricht alle Rekorde

Sensation im All  

Gewaltige Sternenexplosion bricht alle Rekorde

21.03.2008, 19:14 Uhr | dpa

Die Sternenexplosion war von der Erde aus mit bloßem Auge zu erkennen (Fotos: NASA/Swift/Stefan Immler)Die Sternenexplosion war von der Erde aus mit bloßem Auge zu erkennen (Fotos: NASA/Swift/Stefan Immler) Eine gewaltige Sternenexplosion in tiefster Ferne des Alls fasziniert die Astronomen: Ein NASA-Satellit hat im März die hellste Explosion registriert, die jemals beobachtet wurde. Sie war 2,5 Millionen Mal heller als die leuchtstärkste bisher beobachtete Supernova, wie die US-amerikanische Pennsylvania State University berichtete. Der Gammastrahlen-Ausbruch war so hell, dass sein Licht sogar mit bloßem Auge zu sehen gewesen sei. Solche Ausbrüche sind nach dem Urknall die stärksten Explosionen im Universum.

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Licht durchquerte halbes Universum

Das am 19. März um 2.12 Uhr erfasste Licht des Sternengeschehens musste das halbe Universum durchqueren und damit 7,5 Milliarden Lichtjahre bis zur Erde zurücklegen. Damit ist das Phänomen das fernste bekannte Objekt, das von Menschen ohne Hilfsmittel am Nachthimmel wahrzunehmen war. Den bisherigen Rekord hielt die relativ nahe gelegene Galaxie M33, die in einer Entfernung von "nur" 2,9 Millionen Lichtjahren zur Erde mit bloßem Auge zu sehen war, wie die US-Astronomen berichteten.

"Unglaubliche Aktivität am Himmel"

Über das vom NASA-Satelliten "Swift" registrierte Licht äußerten sich die Wissenschaftler überwältigt: "Innerhalb von 24 Stunden haben wir eine unglaubliche Aktivität am Himmel beobachtet - allein fünf Gammastrahlen-Explosionen und verschiedene andere Ausbrüche. Und in der Mitte von all diesem Geschehen war das leuchtendste Strahlen, das wir je gesehen haben", sagte der Astronom und Astrophysiker David Burrows. "Der Ausbruch fegt alles hinweg, was wir bisher an Gammastrahlen-Explosionen gesehen haben", sagte auch "Swift"-Experte Neil Gehrels.

Heller als die Sonne

"Wir haben auf so einen intensiven Gammastrahlen-Ausbruch gewartet, seitdem "Swift" vor drei Jahren mit der Beobachtung des Himmels begann", sagte Burrows. "Und nun haben wir so eine Strahlenintensität bekommen, dass sie mit dem bloßen Auge zu sehen war, obwohl ihre Quelle das halbe Universum entfernt liegt." Sein Kollege Derek Fox sagte, falls sich der Ausbruch in unserer Galaxie ereignet hätte, hätte er fast eine Minute lang heller geschienen als die Sonne. Die meisten Gammastrahlen-Explosionen erfolgen, wenn massiven Sternen die Energie ausgeht. Dann kollabieren ihre Kerne zu sogenannten Schwarzen Löchern oder Neutronensternen, wobei sie explosionsartig enorme Energie freisetzen.

Strahlen trafen auf Gaswolke

Peter Meszaros, einer der Leiter des "Swift"-Teams, vermutet eine ungewöhnliche Kombination der Umstände, die zu dem außergewöhnlich hellen Leuchten beigetragen haben könnten. Wenn die Strahlen aus der Explosion auf Gaswolken treffen, könnten diese sogenannten Jets dadurch noch heißer werden, erläuterte er seine Hypothese. Die Astronomen katalogisieren die Super-Explosion unter der nüchternen Nummer GRB 080319B - das steht für den zweiten am 19. März 2008 registrierten Gamma-Ray Burst (GRB).

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