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Technik-Museum Speyer: Raumschiff "Buran" auf dem Rhein unterwegs

Ein Raumschiff fürs Museum  

Legendäres Russen-Shuttle auf dem Weg nach Speyer

07.04.2008, 15:27 Uhr | dpa, AFP

Ein Raumgleiter auf dem Fluss: Die "Buran" wird in Rotterdam verladen (Quelle: Technik-Museum Speyer)Ein Raumgleiter auf dem Fluss: Die "Buran" wird in Rotterdam verladen (Quelle: Technik-Museum Speyer) Das deutschlandweit bekannte Technik-Museum in Speyer wird um eine Attraktion reicher: Die legendäre, aber erfolglose russische Raumfähre "Buran 002" ist in Deutschland angekommen. Der historische Raumgleiter, der 1988 zwei Erdumrundungen zurückgelegt hatte, wurde von dem Museum in Speyer gekauft und wird derzeit auf dem Rhein von Rotterdam in die Domstadt in Rheinland-Pfalz transportiert.

Foto-Serie Raumfähre auf dem Rhein

Foto-Aktion bei T-Online: Sie sehen die russische Raumfähre "Buran" auf ihrer Flussreise nach Speyer? Sie haben ein Fotoapparat dabei? Dann machen Sie ein Bild und laden Sie es bei uns hoch. Die schönsten User-Fotos stellen wir dann zu einer Foto-Serie zusammen. Hier geht's zum Upload ...

Zum Notieren Die Stationen der "Buran" auf dem Weg nach Speyer

Extra Halle wird gebaut

Am Samstag soll das knapp 17 Meter hohe und rund 36 Meter lange Raumschiff dann von einem Naturhafen bei Speyer auf der Straße etwa fünf Kilometer weit ins Museum gebracht werden. Dort wird derzeit eigens eine 22 Meter hohe Halle gebaut, um das große Raumgefährt aus den Zeiten des Kalten Krieges unterbringen zu können. Ab September soll es der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Das rund zehn Millionen Euro teuere Projekt wird durch Spenden und Eintrittsgelder finanziert.

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Testflug 1988

Die "Buran", zu Deutsch "Schneesturm", ähnelt wegen der aerodynamischen Notwendigkeiten verblüffend den amerikanischen Spaceshuttles - denen es in den 80ern auch Konkurrenz machen sollte. Sie bot Platz für bis zu zehn Kosmonauten und hätte bis zu 30 Tage im All bleiben können. Sowjetische Ingenieure begannen mit der Entwicklung dieser Raumfähre, die eine Flügelspannweite von knapp 24 Metern hatte, bereits in den 70er Jahren. 1988 wurde die Fähre von Baikonur ins Orbit geschossen, allerdings für einen Test und ohne Kosmonauten: Experten steuerten das Shuttle vom Boden aus, und es landete nach zwei Erdumrundungen wieder sicher in Baikonur.

1993 eingestellt

Zu einem regulären Flugbetrieb - geplant ab 1991 - kam es nach Ende des Kalten Kriegs allerdings nie. Das Programm wurde 1993 eingestellt. Der Raumgleiter wurde dann während der Olympischen Spiele 2000 in Sydney und anschließend in Bahrain ausgestellt, wo er danach blieb.

Unterwegs seit Anfang März

Mitglieder des Fördervereins des Technik-Museums wurden in Sydney auf den Raumgleiter aufmerksam und halfen mit, die "Buran" zu kaufen. Anfang März wurden dem Shuttle in Bahrain für den Transport die Flügel und das Seitenleitwerk demontiert, die etwa 80 Tonnen schweren Teile auf ein Hochseeschiff verladen und nach Rotterdam gebracht.

500.000 Besucher im Jahr

Im Museum Speyer wird die "Buran" am Samstag erwartet und muss zunächst auf die Fertigstellung ihres neuen Domizils warten. Ab Mitte bis Ende September kann sie dann von Technik-Fans besichtigt werden, gemeinsam mit zwei weiteren Publikumsmagneten: einem U-Boot der Bundesmarine und einem Jumbo-Jet von Boeing mit begehbarem Flügel. Das Museum, das als privater Verein organisiert ist, hat etwa 500.000 bis 600.000 Besucher im Jahr.

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