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Kalifornien: Forscher stellen Super-Laser vor

Technische Neuentwicklung aus Kalifornien  

US-Forscher stellen Super-Laser vor

02.06.2009, 12:58 Uhr | AFP

Das Innere des Super-Laser: Er soll 192 einzelne Laser-Strahlen in einem Punkt bündeln können (Foto: AFP)Das Innere des Super-Laser: Er soll 192 einzelne Laser-Strahlen in einem Punkt bündeln können (Foto: AFP)

Forschern in Kalifornien ist nach eigenen Angaben ein richtungweisender Durchbruch in der Laser-Forschung gelungen: Die Wissenschaftler der Anlage NIF bei San Francisco präsentierten einen Super-Laser mit der Brennkraft eines ganzen Sterns.

Zweck des Hochenergie-Lasers ist die Simulation von Atomwaffentests, um echte Waffentests überflüssig zu machen. Das Laser-System soll aber auch zivil genutzt werden können. "Wir haben das weltgrößte Laser-System erfunden", erklärte Kaliforniens Gouverneur, Ex-Hollywood-Star Arnold Schwarzenegger, überschwänglich: "Wir können jetzt hier auf der Erde unsere eigenen Sterne erschaffen."

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192 Laserstrahlen auf einen Punkt

Der neue Super-Laser kann angeblich 192 Laserstrahlen in einen einzigen Punkt bündeln. Das soll eine Temperatur und Dichte schaffen, die es sonst nur im Inneren von Gestirnen gibt. Damit ist es dem Labor zufolge möglich, Bedingungen zu schaffen und Experimente auszuführen, die zuvor auf der Erde nicht machbar waren. Das Gerät der National Ignition Facility - dafür steht die Abkürzung NIF - wird als das Laser-System mit der bislang höchsten Energie weltweit beworben. Die Anlage ist Teil des Lawrence-Livermore-Nationallabors, das ungefähr eine Autostunde von San Francisco entfernt ist.

"Durchbruch von historischer Bedeutung"

NIF-Direktor Edward Moses sagte, eine Kernfusions-Reaktion durch das Auftreffen der Laserstrahlen auf Wasserstoffatome werde mehr Energie produzieren als zur sofortigen Zündung nötig sei. Dies sei der Energie-Gewinn, den Fusions-Forscher seit mehr als einem Jahrhundert anstrebten. "Der Erfolg von NIF wird ein wissenschaftlicher Durchbruch von historischer Bedeutung sein", sagte Moses. Es handle sich um die erste Kernfusions-Zündung unter Labor-Bedingungen und kopiere auf der Erde jene Vorgänge, die die Sterne antrieben.

Aufgebaut mit Staatsgeldern

Aufgebaut wurde das NIF-Institut seit 1997 mit Geldern der Behörde für Nationale Atomsicherheit (NNSA) des US-amerikanischen Energieministeriums. NNSA-Chef Tom D'Agostino bezeichnete NIF als einen Grundpfeiler der Bemühungen seiner Behörde, das Atomwaffenarsenal der USA ohne Atomtests in Schuss zu halten.

Weitere bahnbrechende Resultate erhofft

Forschern zufolge verspricht die NIF zudem bahnbrechende Resultate in Astronomie und Astrophysik, weil sich hier Bedingungen wie in Supernovas oder Schwarzen Löchern schaffen ließen. Die aus der Kernfusions-Reaktion gewonnene Energie könne helfen, den wachsenden Energiebedarf der Menschheit zu decken.

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