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Astronomie: Weißer Zwerg rast spektakulärem Ende entgegen

Forscher entdecken Weißen Zwerg  

Sternenleiche rast spektakulärem Ende entgegen

07.09.2009, 13:14 Uhr | t-online.de

Der Weiße Zwerg saugt seinem Begleitstern ständig Materie ab (Illustration: NASA)Der Weiße Zwerg saugt seinem Begleitstern ständig Materie ab (Illustration: NASA)

Italienischen Astronomen sind erstmals detaillierte Aufnahmen eines sehr ungewöhnlichen Himmelskörpers gelungen: Sie zeigen einen Weißen Zwerg, der seinen Begleitstern umkreist und in einigen Millionen Jahren als Supernova explodieren könnte. Das Besondere an dem Zwerg namens RX J0648.0-4418 ist, dass er als bereits ausgebrannter Stern ständig Materie von seinem Begleitstern absaugt und dadurch immer schwerer und immer schneller wird, berichten Sandro Mereghetti und seine Kollegen im Wissenschaftsmagazin “Science”.

Schon jetzt bringt es RX J0648.0-4418 nach Berechnungen der Wissenschaftler auf ein Gewicht von 1,28 Sonnenmassen. Außerdem gewinnt der Zwerg ständig an Drehimpuls hinzu: Momentan dreht er sich alle 13 Sekunden um die eigene Achse. Damit ist er nicht nur einer der massenreichsten Weißen Zwerge, die zurzeit bekannt sind, sondern auch der schnellste.

Gewaltige Explosion erwartet

Sollte er jedoch schwerer als 1,4 Sonnenmassen werden, sagen die Forscher dem Zwerg ein spektakuläres Ende voraus: Dann würde RX J0648.0-4418 als sogenannte Supernova enden - als gewaltige Sternenexplosion, die sogar am Tag mit bloßem Auge von der Erde aus zu sehen sein könnte.

ESA-Teleskop entlarvte den Zwerg

Astronomen waren diesem mysteriösen Objekt schon seit 1997 auf der Spur, als sie entdeckten, dass in der Nähe des Sterns HD 49798 irgendetwas Röntgenstrahlen aussandte. Aber erst jetzt ist es den Forschern mit dem Röntgenteleskop XMM-Newton der europäischen Raumfahrtorganisation ESA gelungen, den Weißen Zwerg aufzuspüren. Das Teleskop kann Bilder im Röntgenbereich aufnehmen und erlaubt den Wissenschaftlern damit einen ganz neuen Blick auf Himmelskörper.

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