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Die geheimnisvolle Insel, die aus dem Nichts kam

Die geheimnisvolle Insel, die aus dem Nichts kam

18.08.2010, 09:50 Uhr | agr, t-online.de

Die geheimnisvolle Insel, die aus dem Nichts kam. Eine Insel, die offiziell noch gar nicht existiert: "Ile Mystérieuse" (Quelle: Google Earth / terra metrics)

Eine Insel, die offiziell noch gar nicht existiert: "Ile Mystérieuse" (Quelle: Google Earth / terra metrics)

Am 23. Januar 2009 fegte Sturm Klaus über Frankreich, riss 26 Menschen in den Tod und hinterließ eine Schneise der Verwüstung. Als das Unwetter sich gelegt hatte und die Bewohner des nordwestlich von Bordeaux gelegenen Fischerortes Royan (am Atlantik an der Nordseite der Trichtermündung Gironde) vor ihre Häuser traten, um die Schäden zu begutachten, trauten sie ihren Augen nicht: Etwa zehn Kilometer von der Küste entfernt war eine Insel aus dem Meer aufgetaucht.

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Offiziell gibt es die Insel zwar noch gar nicht, doch die Anwohner hatten schnell einen Namen für das neue Phänomen gefunden: "Ile Mystérieuse" (dt.: die geheimnisvolle Insel) nach einem Roman von Jules Verne.

Die britische Zeitung "The Guardian" berichtet, dass die Größe der Insel variiert: zirka 44.500 Quadratmeter bei Flut und etwas mehr als ein Quadratkilometer bei Ebbe. Zum Vergleich: Helgoland ist 1,7 Quadratkilometer groß. In der Nähe der "Ile Mystérieuse" steht eine weitere Sehenswürdigkeit: Der Leuchtturm von Cordouan, Frankreichs ältester Leuchtturm.

Paradies für Forscher

Es ist noch unklar, wie genau das Eiland entstanden ist. Es könnte sein, dass sich sukzessive Sand ablagerte, der aus dem Ozean und von Dünen der umliegenden Küste stammte. Doch Experten sind sich sicher, dass es sich nicht um eine bald wieder verschwindende Sandbank handelt, sondern um eine echte Insel.

Nun erfreuen sich Forscher am jungfräulichen Terrain: Auf der "Ile Mystérieuse" lässt sich nachvollziehen, wie sich Ökosysteme entwickeln. Bis zu 30 Tier- und 12 Pflanzenarten habe man laut "The Guardian" schon entdeckt.

Ravepartys und Fallschirmspringer

Aber die Insel ist mit dem Boot auch für die Festlandbewohner schon in 20 Minuten zu erreichen. Die Bewohner machen Bootsausflüge zur geheimnisvollen Insel, schon wurden erste Ravepartys veranstaltet und Fallschirmspringer nutzen sie zur Landung.

Sehr zum Missfallen der Forscher, die sie als biologisches Labor sehen. Die Wissenschaftler haben bereits Warnschilder aufgestellt, fordern die "Touristen" auf, sorgsam mit der Insel umzugehen - bislang mit wenig Erfolg.

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